In der Ferienzeit haben Einbrecher Hochsaison. Denn viele sind verreist und machen es möglichen Dieben mit gekippten Fenstern leicht. Dann droht oft Ärger um Schadenersatz.

Osterferien, Sommerferien oder Herbstferien. Die meisten lassen ihre Arbeit jetzt ruhen. Nur die Einbrecher sind derzeit gut beschäftigt. Deshalb versuchen viele, ihre Wohnung wie eine Bank zu sichern. Aber: Auch dann ist Versicherungsschutz nicht garantiert. Denn es gibt Fallen, in die jeder beim Einbruchschutz tappen kann.

Rollos schließen oder besser nicht?
Wenn etwa die Fenster mit Außenrollläden versehen sind, verlangen manche Versicherungen das Schließen aller Rollläden. Andere dagegen verweigern dann den Schutz, weil durch tagelang geschlossene Rollläden Einbrecher erst angelockt werden. Fragen Sie deshalb Ihre Versicherung, wie Sie vorgehen sollen, und lassen Sie sich das schriftlich geben.
Einfaches Abschließen der Haustür reicht übrigens aus, um den Versicherungsschutz zu behalten. Zwar macht mehrmaliges Umdrehen des Schlüssels den Einbrechern die Arbeit schwerer, aber es ist keine Pflicht. Und man muss nicht dafür sorgen, dass der Briefkasten regelmäßig gelehrt wird. Auch wenn es durchaus Sinn macht.

Einbrecher kennen übliche Verstecke
Einen Schlüssel für den Notfall sollte man seinen Nachbarn oder Freunden am besten persönlich übergeben. Wer ihn in den Briefkasten wirft oder irgendwo versteckt, bekommt beim Einbruch kein Geld. Grund: Einbrecher könnten das Verstecken beobachtet haben, oder der Schlüssel war zu leicht zu finden.
Vor dem Start in den Urlaub sollte man außerdem die Fenster sorgfältig schließen. Nutzen Einbrecher nämlich ein gekipptes Fenster als Einstieg, gibt es keinen Cent Ersatz. Auch wenn das Fenster aus Versehen offen geblieben ist. Anders urteilen Richter, wenn man nur kurz außer Haus war, etwa zum Einkaufen. Dann muss die Versicherung trotz gekippten Fensters zahlen.

Kein Geld ohne Einbruchsspuren
Tückisch für Versicherte ist der technische Fortschritt: Modernes Einbruchswerkzeug hinterlässt oft keine Spuren – auch wenn das Schloss geknackt wurde. Lässt sich ein Einbruch aber nicht nachweisen, muss die Versicherung nicht zahlen.