Wasser bringt Leben in Ihren Garten. Darum sollten auch Sie sich ein Feuchtbiotop anlegen.

Frösche, Libellen, Wasserkäfer- am Teich gibt es immer was zu gucken. Das leise Gluckern und Plätschern dazu wirkt entspannend….
Im Prinzip ist so ein Teich einfach gebaut: Loch buddeln, abdichten, Wasser und ein paar Pflanzen rein. Bevor Sie allerdings loslegen, empfiehlt es sich, den Garten genau zu inspizieren.

Entscheidend: der richtige Standort
Suchen Sie eine möglichst ebene Fläche oder vielleicht eine kleine Senke als Standort für Ihren Teich: Bäume sollten nicht zu nah stehen, damit kein Laub ins Wasser fällt. Am besten ist ein halbschattiger Platz, pralle Sonne würde das Wasser zu sehr erwärmen. Die Folge: Algenbildung. Außerdem sollten Sie ums Gewässer noch Platz für eine flache Sumpfzone und die Uferbepflanzung einkalkulieren.
Ist der Teich richtig geplant, hält er sich später selbst im biologischen Gleichgewicht. Das Wasser bleibt auch ohne Pumpe oder andere Pflegemaßnahmen klar. Wichtig dafür: Unterschiedlich tiefe Zonen, in der Mitte mindestens 80cm, damit sich viele verschieden Pflanzen wohl fühlen.

Wasserdicht: Folie oder Hartschale
Es gibt mehere Möglichkeiten, die Kuhle für Ihren Teich wasserdicht zu machen. Kinderleicht einzubauen ist ein Fertigteich aus Hartkunststoff. Die Schalen gibt es in vielen Formen und Größen. Für kleine Teiche sind sie eine gute Wahl, für größere allerdings zu teuer. Die klassische Teichfolie von der Rolle ist dann deutlich günstiger. Je nach Dicke kostet der Quadratmeter vier bis zehn Euro. Dazu kommt eventuell noch ein Vlies als Schutz vor Baumwurzeln.
Bestellen Sie die Folie erst nach ausheben der Grube. Das Messen geht dann am einfachsten: dafür an der längsten und an der breitesten Stelle eine Schnur exakt nach der Bodenform auslegen. Schnurlänge plus einen Meter Überstand ergibt die Foliengröße.
Befreien Sie den Boden von spitzen Steinen oder Scherben, füllen eine Schicht Sand ein und legen dann das Vlies und schließlich die Folie darauf. Am besten bauen Sie auch eine „Kindersicherung“ ein. Beispielsweise, indem Sie am Ufer Pflöcke einschlagen, diese mit Seilen verbinden und ein engmaschiges Baustahlgitter darüber legen. Das Gitter bleibt unter der Wasseroberfläche, und die Konstruktion ist in wenigen Wochen zugewachsen.

Platz sparend. der Teich im Kübel
Auch wenn Sie keinen Garten haben, müssen Sie auf feucht- grüne Idylle nicht verzichten. Ein Miniteich in Holzfass oder Maurerbütt passt sogar auf Balkon und Terrasse. Beim Balkon die Tragkraft berücksichtigen. Unterschiedliche Wassertiefen erreichen Sie mit aufeinander gestapelten Backsteinen oder Töpfen. So fühlen sich Sumpf- als auch Wasserpflanzen in demselben Gewässer wohl.