Mit dem Motorrad verbinden Fahrer das Gefühl von Freiheit und grenzenloser Mobilität, auch Geschwindigkeit und sportlicher Stil werden mit dem Zweirad assoziiert. Der Versicherungsschutz gehört freilich dazu. Das ist nicht nur aus unfalltechnischen Gründen (sieben Mal mehr als mit dem Kfz) wichtig, es gibt wesentliche gesetzliche Grundlagen.

Motorradversicherung in Deutschland Pflicht

Motorradversicherungen unterscheiden sich freilich. Anbieter übertreffen sich in Rabatten, günstigen Tarifen, Leistungen und Sonderkonditionen. Der Vergleich ist daher unerlässlich, am besten über einen Online-Tarifrechner. Um auf öffentlichen Straßen mit dem Zweirad unterwegs sein zu dürfen, ist die Versicherung gesetzlich vorgeschrieben. Voreilig muss diese jedoch nicht abgeschlossen werden, denn die Tarifstrukturen der einzelnen Gesellschaften bieten sehr differenzierte Leistungen und Preise. Die Haftpflicht ist ein Muss, ohne diese wird das Motorrad für den Straßenverkehr nicht zugelassen. Optional kann Teil- und Vollkasko abgeschlossen werden. Durch diesen Schutz werden die Schäden abgedeckt, die am eigenen Fahrzeug entstehen. Für Zweiradfahrer ist das aufgrund der Gefährdungslage noch dringender zu empfehlen als für Kfz-Besitzer. Die Teilkasko zahlt, wenn Unwetter, höhere Gewalt oder Wildunfälle Schäden verursachen. Durch die Vollkasko ist der Fahrer auch vor den Folgen von Schäden geschützt, die er selbst am eigenen Fahrzeug verursacht hat. Der Tarif ist dabei nicht nur über die Auswahl der richtigen Versicherungsgesellschaft, sondern auch durch die Höhe der Selbstbeteiligung gut zu steuern. Denn es sind die verschiedensten Selbstbehalte möglich, die im Schadensfall aus der eigenen Tasche bezahlt werden – dadurch sinkt der Tarif erheblich. Der Selbstbehalt kann sehr hoch ausfallen, zwischen 150,- bis 1.000,- Euro ist alles möglich.

Sparen durch ein Saisonkennzeichen

Im Winter fährt kaum jemand Motorrad, und hier ergibt sich das nächste Einsparpotenzial. Wer das Bike in den kalten Monaten in der Garage lässt, kann es abmelden. In diesem Zeitraum entfällt dann die Versicherungssumme. Der bürokratische Aufwand sinkt durch diese Variante ebenfalls. Mit dem Saisonkennzeichen sind keine unnötigen Behördengänge oder hohe Verwaltungskosten erforderlich, um das Motorrad an- oder abzumelden. Das Fahrzeug wird für den Zeitraum zugelassen, den der Versicherungsnehmer selbst bestimmt. Dieser sogenannte Saisonzeitraum muss sich nur über aufeinanderfolgende, ganze Monate erstrecken, er kann zwischen zwei bis elf Monate betragen und wird auf den Kennzeichen aufgeprägt.