Sie helfen gegen Kalkverkrustungen, sind desinfizierend oder nahezu selbstreinigend: das Angebot an Putzmitteln ist riesig. Doch eigentlich reichen Allzweckreiniger, Scheuermittel und ein paar Hausmittelchen völlig aus, um den Schmutz zu Leibe zu rücken.

Entkalker: Essig und Zitrone
Die Wunderwaffen gegen Kalk heißen Essig und Zitronensäure. Fast alle Oberflächen lassen sich damit reinigen. Vorsicht ist nur bei Marmor, Beton und farbigem Kunststoff geboten: Sie vertragen die Säure schlecht. Essig wirkt außerdem noch leicht desinfizierend und bindet Fett. Meist reicht schon ein Spritzer (Essigwasser). Besonders preiswert ist Essigessenz: Mit der vierfachen Menge Wasser verdünnt, erhalten Sie normalen Haushaltsessig. Vorsicht: Die Essenz nicht erhitzen, denn dabei entstehen ätzende Dämpfe.

Allzweckreiniger das Universaltalent
Der Allzweckreiniger ist für fast alle Oberflächen geeignet. Ausnahme: Holz wird zu stark angegriffen. Mittlerweile gibt es im Handel eine riesige Auswahl: Seifenreiniger, Neutral- und Alkoholreiniger, saure und alkalische Produkte. Mit einem Neutralreiniger ist man in der Regel gut bedient. Und haben Sie einmal keinen Allzweckreiniger zur Hand: Eine vergleichbare Wirkung hat Geschirrspülmittel- es ist nur etwas teuer.
Tipp: geben Sie den Reiniger immer zum Schluss in den Eimer oder die Spüle. Sonst entsteht unnötig viel Schaum, und weniger Reiniger bleibt im Wasser gelöst.

Scheuermittel: Kreide und Kalk
Ist der Schmutz besonders hartnäckig, muss manchmal auch ein Scheuermittel her. Greifen Sie nicht zu Pulver- das zerkratzt die Oberflächen. Besser sind Scheuermilch und die sanften Alternativen Schlämmkreide oder Wiener Kalk. Sie werden mit Wasser zu einer Paste verrieben und mit einem feuchten Schwamm aufgetragen. Sogar Empfindliches wie das Tafelsilber bringen Sie so wieder zum Glänzen.

Badreiniger Soda und Borax
Ablagerungen in der Toilette können Sie statt Chemie auch mit einem Brei aus Borax (Apotheke) und Zitronensaft bekämpfen. Die Paste gut einwirken lassen. Borax wirkt desinfizierend. Damit die Abflüsse gar nicht erst verstopfen, gießen Sie hin und wieder Waschsoda hinein: zwei Liter Wasser und drei Esslöffel Soda zum Kochen bringen und sofort ab in den Ausguss.

Fenster glasklar mit Spiritus
Blitzblanke Fenster bekommen Sie auch mit Wasser und einem Schuss Spiritus. Das Wasser sollte nicht zu warm sein, sonst trocknet es zu schnell, und es gibt Streifen. Spiritus ist ein bewährter Schmutzlöser: auch andere klebrige, stark haftende Flecken lassen sich damit gut entfernen.

Mikrofaser und Muskelkraft
Ob trocken oder feucht: Mikrofasertücher kommen ganz ohne Reinigungsmittel aus. Allein durch ihre Struktur entfernen sie Schmutz und leichte Fettflecken. Danach in die maschine stecken- ohne Weichspüler!

Kennen Sie eigentlich Waschnüsse
Die Früchte des indischen „Soapnut- Baums“ enthalten in ihrer Schale den Stoff Saponin. In Verbindung mit Wasser wirkt er wie Seife, ruft allerdings weder Allergien hervor, noch belastet er die Gewässer. Einfach je nach Wasserhärte und Verschmutzung die Schalen von drei bis acht Nüssen in einem Stoffbeutel mit in die Waschtrommel geben. Ein Kilo Nüsse (um 20 Euro) reicht für bis zu 200 Ladungen Wäsche. Anschließend kommen die Nüsse auf den Kompost. In Indien werden die Nussschalen schon seit Jahrhunderten zum waschen verwendet. Getrocknet sind Sie im Bioladen oder über das Internet erhältlich.