Es gibt immer wieder Vermieter, die Hausbewohner mit überhöhten Abrechnungen ausnehmen möchten. Der häufigste Trick sind gefälschte Rechnungen z.B. für Hausmeisterkosten.

Ratgeber deckt gängige Tricks auf
Das Prinzip: Mietern wird eine Rechnung mit fast 30 Euro Stundenlohn präsentiert und berechnet. Der Hausmeister erhält aber nur höchstens die Hälfte. Gegen solche und ähnliche Betrügereien von Vermietern ermitteln Staatsanwälte bereits im ganzen Bundesgebiet. Solche Tricks und häufige Fehler in der Nebenkostenabrechnung erläutert auch der Mieterbund i seiner Broschüre „Die zweite Miete“. Sie ist zum Preis von fünf Euro beim örtlichen Mieterverein erhältlich.

Verwaltung muss der Vermieter bezahlen
Beliebt ist zum Beispiel Verwaltungskosten wie Bankgebühren, Porto, Telefon oder Ausgaben für die Hausverwaltung abzurechnen. Aber die muss der Vermieter immer selbst tragen. Das Gleiche gilt für Reparaturen. Denn die sind bereits mit der Grundmiete abgegolten und haben bei den Nebenkosten nichts zu suchen. Tückisch können Wartungskosten, zum Beispiel für die Heizung sein. Denn im Vollwartungsvertrag sind eist auch Pauschalen für Kleinreparaturen enthalten. Die müsste der Vermieter dann aber herausrechnen.

Leere Wohnung nicht mitbezahlen
Auch unvermietete Wohnungen bieten Betrugschancen. Stehen im Haus Einheiten leer, sollten die Mieter darauf achten, dass der Abrechnungsschlüssel genauso hoch ist, wie im Vorjahr. Manche Vermieter versuchen, die Nebenkosten für leere Wohnungen auf die Mieter abzuwälzen. Dabei müssen Hausbesitzer diese Ausgaben allein tragen.

Zahlung erst bei korrekter Rechnung
Vermieter sind außerdem verpflichtet, Ausgaben so niedrig wie möglich zu halten. Ob Heizöl oder Hausmeisterarbeiten: Der Vermieter darf nur marktübliche Preise berechnen. Beim Vergleich hilft der bundesweite Betriebskostenspiegel vom Mieterbund. Damit können Mieter erkennen, ob ihre Abrechnung im Rahmen liegt oder deutlich darüber. Wer zu hohe Kosten in der Abrechnung findet, sollte sich vom Mieterverein beraten lassen. Bezahlen muss man nämlich erst, wenn die ganze Abrechnung fehlerfrei ist. Vorher sind auch keine Abschläge fällig. Und Kündigungen wegen Geldstreitigkeiten müssen Mieter nie fürchten