Was bringt mehr sichere Zinsen?

Schätzungsweise 4,5 Billionen Euro haben die Deutschen als Sparvermögen „auf der hohen Kante“. Wer den Geldinstituten nicht traut, hat das Geld im Sparstrumpf- dort bringt es aber keine Zinsen. Risikofreudige Verbraucher investieren in Aktien, Anleihen oder kaufen Optionsscheine und erhalten- mit Glück- saftige Renditen. Andere spekulieren an der Börse, aber da muss der Spargroschen schon größer ausfallen und ebenso die Risikobereitschaft. Die Mehrzahl der Verbraucher sind Kleinanleger, bei denen Sicherheit vor Maximalrendite steht.

Das klassische Sparbuch
…. ist keine Geldanlage, bringt nur magere Zinsen und trotzdem liegt auf deutschen Sparbüchern das meiste Geld. Es ist sinnvoll, um kurzfristig ein paar Euro verfügbar zu haben- für einen neuen Kühlschrank, einen Kurzurlaub oder neue Autoreifen. Größere Beträge sollten auf dem Sparbuch aber nicht deponiert werden, weil die Zinsen recht niedrig liegen.

Bundesschatzbriefe…sind Wertpapiere des Staates, die nicht an der Börse gehandelt werden und die ohne Risiko für den Sparer sind. Es gibt zwei Typen:
Bundesschatzbriefe Typ A: Die Laufzeit beträgt sechs Jahre, Zinsen werden jährlich ausgezahlt.
Bundesschatzbriefe Typ B: Hier beträgt die Laufzeit sieben Jahre, und die Jahreszinsen werden automatisch in neue Bundesschatzbriefe angelegt. Am Ende der Laufzeit erhalten die Anleger den vollen Kaufpreis mit Zinsen und Zinseszinsen zurück. Die Zinsen steigen nach einem festgelegten Plan- ähnlich wie bei Bonus- Sparprogrammen von Banken. Je länger die Laufzeit, desto höher die Rendite.
Ein weiterer Vorteil von Bundesschatzbriefen: Anleger müssen die Briefe nicht die gesamte Laufzeit behalten. Bereits nach dem ersten Jahr können sie täglich zurückgegeben werden- allerdings höchstens im Wert von 5000 Euro innerhalb von 30 Zinstagen. Bundesschatzbriefe können jederzeit an Dritte weiterverkauft werden.

Bundesanleihen…sind festverzinsliche, risikoarme Wertpapiere des Staates, die an der Börse gehandelt werden. Die Laufzeit kann bis zu 30 Jahre betragen, aber es gibt auch Anleihen mit kürzerer Laufzeit. Die Zinsen werden jährlich ausgezahlt, und Bundesanleihen sind jederzeit verfügbar, da ein Verkauf über die Börse täglich möglich ist.

Termingelder…werden von Geldinstituten angeboten, zu etwas höheren Zinsen als auf Sparbüchern. Mindestanlage 500 – 1000 Euro, je nach Bank mehr.
Festgeld: Wer sein Geld fest anlegt, muss vor Ablauf der festgelegten Anlagedauer kündigen, sonst wird das Geld automatisch noch einmal um die gleiche Zeit angelegt. Wer vorzeitig kündigt, verliert Zinsen und zahlt Vorfälligkeitsgebühren.
Kündigungsgeld: Hier wird nicht die Anlegedauer, sondern die Kündigungsfrist vereinbart! Nach der Kündigung müssen Anleger so lange auf die Auszahlung warten, wie es mit der Bank vereinbart wurde.