Der Begriff DSL Anschluss wird im allgemeinen Sprachgebrauch oft synonym mit „Breitband Festnetzanschluss“ verwendet. In diesem Zusammenhang wird auch von „DSL über das digitale Fernsehkabel“ und „DSL über Funk“ gesprochen. Im strengen technischen Sinne ist beides nicht korrekt, aber aus eher pragmatischer Perspektive durchaus sinnvoll. Im den meisten Fällen ist es für den Anwender lediglich interessant, ob an seinem Wohnort eine Breitband Internetversorgung zu marktüblichen Preisen angeboten wird. Technische Details der Realisierung dieser Verbindung sind eher zweitrangig. So erklären sich Angaben, die von einer DSL Verfügbarkeit von über 95 % ausgehen. Nicht Alles, was dabei mitgezählt wird, ist wirklich DSL!

DSL Verfügbarkeit testen

Wer herausfinden möchte, ob das DSL-Angebot eines speziellen Anbieters an seinem aktuell genutzten Anschluss verfügbar ist, hat es vergleichsweise leicht: Suchmaschinen liefern unzählige Websites, auf denen ein entsprechender Test durchgeführt werden kann. Schwieriger wird es, wenn die Verfügbarkeit für einen anderen Ort getestet werden soll, falls beispielsweise ein Umzug geplant ist. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie stellt in seinem Breitbandatlas entsprechendes Kartenmaterial zur Verfügung. Absolut fehlerfrei ist diese Informationsquelle jedoch nicht, da sie auf freiwilligen Meldungen der Anbieter basiert.

DSL Verfügbarkeit ist nicht genau bekannt

Nur ungenau bekannt sind Zahlen zur “echten” DSL Verfügbarkeit, also der Breitbandtauglichkeit der Telefonanschlüsse. Die von der Telekom angegebene Quote von 93 % dürfte zu hoch liegen. Eingeschlossen sind hier alle Anschlüsse, die auf Seite des Verteilerknotens des Glasfasernetzes DSL-fähig sind. In einigen Fällen genügt das jedoch nicht, da die Telefonleitungen zwischen Glasfasernetz und Hausanschluss für DSL nicht geeignet sind. Hierzu liegen keine genauen Zahlen vor.

Die Breitbandverfügbarkeit steigt

Bereits heute ist DSL oder eine seiner Alternativen nahezu überall verfügbar. Die wichtigsten Alternativen zu DSL sind Breitbandanschlüsse über das Kabelfernsehnetz sowie UMTS bzw. HSDPA. Während erstgenannte eine vollwertige Alternative sind, sind letztgenannte aus mehreren Gründen eher als Notlösung zu klassifizieren. Einer der Gründe ist die Volumenbeschränkung in den Flatrates. Wenig verbreitete Alternativen sind DSL via Satellit, das auf Mikrowellen basierende Funksystem Wimax und Powerline, das Internet über das Stromkabel. Ohne auf Details einzugehen: Es gibt Gründe, warum diese Techniken wenig verbreitet sind! Besser schneidet da LTE ab, das eigentlich als Mobilfunktechnik konzipiert ist, aber auch hervorragend geeignet ist, Lücken in der Versorgung mit Festnetz Breitbandanschlüssen zu schließen. Die Mobilfunkanbieter haben sich verpflichtet, LTE zunächst zu diesem Zweck zu nutzen und mit dem Ausbau des Netzes bereits begonnen. Spätestens Ende 2011 sollten letzte Lücken geschlossen sein!