Sie haben Post bekommen. Ein gerichtlicher Mahnbescheid ist Ihnen ins Haus geflattert. Viele Leute denken, dass sie dagegen keine Chance haben. Doch dem ist nicht so. Das Gericht, das diesen Mahnbescheid ausgestellt hat, hat die Forderung in keiner Weise geprüft. Daher müssen Sie das jetzt selbst tun.
Haben Sie tatsächlich die Forderung in der angegebenen Höhe nicht beglichen, so sollten Sie den Mahnbescheid begleichen, um weitere Kosten zu vermeiden.

Besteht die Forderung jedoch nicht oder nicht in der angegebenen Höhe, so sollten Sie Widerspruch beim Mahngericht einlegen. Dazu benutzen Sie den Vordruck, der dem Mahnbescheid beigelegt wurde. Hilfreich ist es, gleich zu erwähnen in welcher Höhe man der Forderung widerspricht und eine Begründung hinzuzufügen. Die Unterschrift nicht vergessen. Dazu haben Sie zwei Wochen ab Zustellung Zeit. Ist noch kein Vollstreckungsbescheid ausgestellt worden, so können Sie auch noch nach der zweiwöchigen Frist widersprechen. Sie sollten auf jeden Fall reagieren, denn sonst berauben Sie sich selbst Ihrer Rechte. Ein verspäteter Widerspruch gilt als Einspruch gegen den Vollstreckungsbescheid und ist daher auch nicht nutzlos. In dem Widerspruch muss erklärt werde, dass die Durchführung des streitigen Verfahrens beantragt wird. Anderenfalls kann sie vom Gläubiger beantragt werden. Der Widerspruch führt dazu, dass kein Vollstreckungsbescheid erlassen werden kann und das Verfahren eröffnet wird. Dies kann vor einem anderen Gericht geschehen.

Wurde der Vollstreckungsbescheid bereits ausgestellt, so kann der Schuldner immer noch Einspruch erheben. Dies führt ebenfalls zum streitigen Verfahren.

Bei dem Verfahren besteht kein Anwaltszwang. Es ist jedoch zu empfehlen sich anwaltlich vertreten zu lassen. Es besteht auch die Möglichkeit der Prozesskostenhilfe, wenn man nicht in der Lage ist, diese Kosten selbst zu tragen.