Der Staat macht es uns vor. Seit Jahren wird mehr Geld ausgegeben als eingenommen. Es ist ja auch einfach, das Geld das andere erarbeitet haben auszugeben. Da machen sich einige Politiker wohl gar keine Gedanken darüber. Und einen Haushaltsplan hat man auch fix aufgestellt. Ob er eingehalten wird ist eine andere Frage. Falls nicht ist das ja nicht so schlimm. Man kann ja Kredite aufnehmen. Der Satz: „Die Neuverschuldung beträgt dieses Jahr nur … %.“ ist jedes Jahr aufs Neue von den Politikern zu hören. Sie sind auch noch stolz darauf.

Also machen die Bürger das nach. Wieso auch nicht. Das muss doch so richtig sein. Aber eines vergessen sie dabei. Der Staat kann notfalls die Steuern erhöhen und sich so mehr Einnahmen verschaffen. Die Zustimmung der Bürger braucht er dazu nicht. Aber Otto-Normalverbraucher kann nicht bestimmen, dass er jetzt mehr verdient oder seine Unterstützung erhöht wird. Er muss seine Schulden alleine abtragen und hat keine Vorstellung davon, wie schnell aus ein paar Schulden ein unübersehbarer Schuldenberg entstehen kann. Viele Leute wissen gar nicht, wie hoch der Zinssatz für ihren Dispositionskredit ist. Sie wissen nicht, dass man das Geld auch billiger ausleihen kann. Sie können das auch nicht nachrechnen. Und die Banken werden es ihnen auch nicht sagen, denn diese verdienen sich eine goldene Nase an der Unwissenheit ihrer Kunden. Im Gegenteil – die Banken fordern ihre Kunden durch ihre Werbung auf, sich zu verschulden, indem Bedürfnisse geweckt werden, die man vorher noch gar nicht hatte. Zum Beispiel eine neue Einrichtung, Urlaub, ein Auto, … Es ist wie immer. Alle wollen nur unser Bestes – unser Geld.