Sind Dielen- oder Parkettböden mit der Zeit unansehnlich geworden, muss dies nicht zum ständigen Ärgernis auswachsen. Holz ist ein natürliches und ideales Material, das durch ein wenig Nacharbeit immer wieder aufgepeppt werden kann. Mit einem Minimum an handwerklichem Geschick kann der Boden wieder wie neu erstrahlen. Wenn man dabei einige Regeln beachtet und das richtige Werkzeug in die Hand nimmt. Man benötigt eine Walzenschleifmaschine und einen Tellerrandschleifer, den man im Fachhandel ausleihen kann.

Bei den Schleifarbeiten entsteht viel Staub! Soll er sich nicht ungehindert ausbreiten, so heißt es zunächst alle Eingänge sorgfältig mit Folie abkleben. Dass der Raum komplett leer geräumt sein muss, versteht sich ebenfalls von selbst. Alle Nägel müssen sauber versenkt sein, Fußleisten am besten entfernen. Rechnen Sie mit mindestens fünf bis sechs Schleifgängen. Immer in Richtung des Dielenverlaufs bzw. der Maserung schleifen, bei Parkettböden mit unterschiedlicher Ausrichtung empfiehlt es sich, eine Richtung beizubehalten.

Zunächst aber Unebenheiten und alte Farbschichten entfernen, im ersten Schliff mit Körnung 16 diagonal zur Hauptrichtung. Bei dem folgenden Gang in der Körnung 24 die Hauptrichtung peinlich genau einhalten. Danach müssen alle alten Farben und Plexurreste restlos entfernt sein, nun sorgfältig staubsaugen. Es folgen die Körnungen 36, 60 und 100. Bewegen Sie die Maschine in Bahnen entlang der Hauptrichtung, immer von links nach rechts, damit Sie das Führungsrad über bereits geschliffenen Boden fahren sehen. Nachdem die Spur fertig geschliffen ist, hebt man die Maschine leicht an, zieht sie rückwärts und fährt die nächste Spur eine halbe Walzenbreite versetzt, indem man sie wieder sachte ablässt. Hinter der Maschine bleibt so zur Wand ein ungeschliffener Bereich, der im Anschluss in entgegengesetzter Richtung geschliffen wird. Dabei möglichst Ansätze vermeiden und immer sehr sachte aufsetzen. Am besten sollten diese unvermeidlichen “Versatzstücke” in einem dunkleren Raumbereich, unter späteren Schränken oder Teppichen liegen. Für die jetzt noch verbleibenden Flächen und Ecken kommt der Tellerrandschleifer zum Einsatz. Grundsätzlich werden die selben Körnungen wie bei der Walzenmaschine gefahren. Achten Sie auf saubere Übergänge! Ganz feine Nacharbeit erledigt man mit einem Dreiecksschleifer oder einfach von Hand mit Schleifpapier. Vor der Versiegelung bzw. Plexur ist der Boden gründlich von allen Staubresten zu entfernen, am besten in mehreren Durchgängen mit Besen und Staubsauger. Dabei die Fugen nicht vergessen, sie müssen restlos und sauber ausgekratzt werden. Der Lohn der Mühe ist ein strahlender Boden, der wieder wie neu aussieht.