Sind Sie wirklich gegen Unfälle versichert? Die meisten glauben, die gesetzliche Unfallversicherung des Arbeitgebers schütze gegen alle Eventualitäten. Aber das gilt nur für Unfälle während der Arbeitszeit oder auf dem Weg zum Betrieb oder nach Hause. Unfälle in der Freizeit deckt sie nicht. “Dafür ist doch meine Krankenversicherung da” werden viele einwenden. Klar, diese deckt alle notwendigen Kosten einer Heilbehandlung, egal wann und wo der Unfall passiert und wer ihn verschuldet. Oftmals ist das alleine aber nicht ausreichend, denn die Budgets der Versicherer werden immer enger. Die private Unfallversicherung leistet da erheblich mehr, bis hin zu aufwändiger plastischer Chirurgie und hochwertigem Zahnersatz. Selbständige müssen ebenfalls ihren Verdienstausfall decken, wofür die Private Tagegeld und Genesungsgeld vorsieht. Und was tun, wenn Sie eine unheilbare Behinderung davon tragen oder gar arbeitsunfähig werden? Können Sie Ihren Lebensstandard auch bei einer Frühverrentung halten, oder werden Sie dann zum Sozialfall? Spätestens bei Betrachtung dieser existenzbedrohlichen Risiken wird jedermann klar, dass die Schutzwirkung der gesetzlichen Versicherungen bei weitem nicht ausreicht. Als Haupt- oder Alleinverdiener in Ihrer Familie sollten Sie sich in jedem Fall für eine private Unfallversicherung entscheiden.

Diese muss sich nach Ihrer Einkommenssituation und den Lebensumständen bemessen und im Schadensfall alle notwendigen Kosten decken. Die Versicherungssumme eines Alleinstehenden sollte mindestens drei Jahresgehälter (brutto) betragen, wer verheiratet ist und auch unterhaltspflichtige Kinder hat, sollte diese Summe verdoppeln. Viele Tarife bieten Überschussbeteiligungen und Beitragsrückgewähr an. Gegen höhere Prämien lassen sich auch höhere Leistungen versichern. Besonders wichtig ist eine angemessene Dynamik im Invaliditätsfall, denn hier können die Kosten schnell jedes erträgliche Maß überschreiten, das man privat tragen könnte. Ist eine Rentenzahlung vereinbart, so ist diese im Falle einer einmaligen Kapitalabfindung sogar steuerfrei.

Aber Vorsicht, nicht in jedem denkbaren Fall ist die Private leistungspflichtig. Über gar nicht oder nur gegen Mehrleistung versicherbare Risiken sollte man sich vorab ausreichend informieren. Und nicht vergessen, regelmäßige Anpassung an die tatsächliche Einkommens- und Risikostruktur prüfen.