Die Lebensversicherung kündigen bedeutet in den meisten Fällen einen hohen Verlust für den Versicherungsnehmer, da der Rückkaufswert in der Regel niedriger ist als die Versicherungssumme am Ende der vertraglich vereinbarten Laufzeit. Es gibt allerdings Versicherungsgesellschaften welche bei einer Kündigung einen höheren Rückkaufswert zahlen. Wer seine Lebensversicherung kündigen möchte, sollte genau kalkulieren und nicht gleich eine Vertragskündigung durchführen.

Eine Alternative gibt es mit dem Verkauf der Versicherung, wo der Kaufbetrag deutlich höher ausfällt als der Rückkaufswert und somit geringe bis keine Verluste für den Versicherungsnehmer entstehen. Als Voraussetzung muss der Versicherungsvertrag allerdings mindestens 12 Jahre laufen.

Der Käufer der Lebensversicherungs-Police übernimmt den Vertrag und zahlt die monatlichen Beiträge bis zum Vertragsende weiter. Der ehemalige Versicherungsnehmer erhält das Geld aus dem Verkauf innerhalb weniger Wochen auf sein Konto überwiesen. Es werden nur Policen verkauft deren Rückkaufswert sich auf mindestens 10.000 Euro beläuft und wo die Mindestvertragslaufzeit einen Zeitraum von 25 Jahren nicht überschreitet. Bei einer Kündigung muss eine Abgeltungssteuer gezahlt werden während diese bei einem Verkauf nicht fällig wird.