Fliesen selbst zu verlegen spart Geld, wenn es richtig gemacht wird. Damit die Eigeninitiative nicht zum Reinfall wird, sollten einige Dinge im Voraus beherzigt werden:

1. Wie ist die Beschaffenheit des Untergrundes? Damit der Fliesenkleber den richtigen Halt bekommt, muss der Untergrund sand-, staub- und fettfrei sein. Unebene Flächen (Unebenheit mehr als 3 Millimeter) sollten mit einer Bodenausgleichsmasse bestrichen werden, um eine ebenmäßige Oberfläche zu bekommen.

2. Saugfähige Untergründe werden zuerst grundiert, damit sie dem Fliesenkleber nicht die Feuchtigkeit entziehen und er gleichmäßig abbinden kann. Wer hier am falschen Ende knausert, muss mit Hohlräumen unter den verlegten Fliesen rechnen, nach kurzer Zeit der Beanspruchung fangen die ersten Fliesen an zu wackeln.

3. Fliesen verlegen soll Spass machen, deshalb gibt es Fliesen- und Plattenkleber schon fertig im Eimer angemischt, das ist schnell und sicher. Es gibt verschiedene Arten von Fliesenkleber, die sich nach der Beschaffenheit des Untergrundes und der zu verlegenden Fliesen richten. Flexibler Kleber ist notwendig bei beheiztem Estrich, Leichtbauwänden, Spanplatten und ähnlichem Untergrund.
Mit dem Zahnspachtel wird der Kleber gleichmäßig aufgetragen. Um die richtigen Abstände zwischen den Fliesen perfekt hinzukriegen, besorgt man sich am besten gleich Fliesenkreuze dazu, die einfach zwischen die zu verlegenden Fliesen gelegt werden und dort verbleiben, so wird das Fliesen verlegenein Kinderspiel.

4. Fliesen schneiden: Am besten geht es mit einer speziellen Fliesenschneidemaschine mit Brechvorrichtung. Das Schneiderädchen ritzt die Glasur an, und es gibt saubere Bruchstellen.

5. Fugen füllen: auch hier muss man sich eventuell für flexiblen Fugenmörtel entscheiden, zumindest bei Abschlussfugen. Am einfachsten geht das auftragen mit einem Gummiwischer.