Welche Krankheiten führen häufig zur Rente?
Erwerbsminderungsrenten werden in der Mehrzahl an Frauen gezahlt. Folgende Krankheiten führen häufig zur Erwerbsminderung:
• Arthrose/Gelenkabnutzungen;
• Rheumatische Erkrankungen;
• Brust- oder Unterleibskrebs bzw. andere Krebserkrankungen;
• Bandscheibenvorfälle;
• Osteoporose/Knochenschwund;
• Depressionen;
• Herz-Kreislauf-Erkrankungen und extremer Bluthochdruck.

Wer hat Anspruch auf Erwerbsminderungsrente?
Die volle Erwerbsminderungsrente bekommen Menschen, welche keine 180 Minuten pro Tag zusammenhängend arbeiten können;
Die halbe Erwerbsminderungsrente wird an Versicherte gezahlt, die mindestens 180, aber keine 360 Minuten am Tag durchweg arbeiten können.

Welche sonstigen Voraussetzungen gelten?
Damit der Antragsteller Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente hat, muss er für mindestens fünf Jahre versichert gewesen sein. Weiterhin müssen in den vergangenen fünf Jahren vor Beginn der Erwerbsminderung drei Jahre Pflichtbeiträge für eine versicherte Arbeit vom Antragsteller gezahlt worden sein.

Anspruch besteht – wie geht es jetzt weiter?
„Dem Antrag sämtliche ärztliche Unterlagen beifügen – das beschleunigt das Verfahren deutlich“, raten Experten. Hierfür muss der behandelnde Arzt sämtliche Befunde zur Verfügung stellen. Ist der Antrag eingereicht, stellt der Rententräger unter anderem durch Gutachter fest, ob eine Erwerbsminderung vorliegt.

Für welchen Zeitraum erfolgt die Bewilligung?
„Die erste Bewilligung der Rente erfolgt grundsätzlich zeitlich befristet – meist für 36 Monate“; so Experten. Steht bereits bei der Bewilligung fest, dass die volle Erwerbsfähigkeit früher wieder hergestellt sein wird, kann die Rente auch für kürzere Zeit (z. B. 24 Monate) bewilligt werden.

Kann die Rente wieder aberkannt werden?
In regelmäßigen Abständen müssen sich Erwerbsminderungsrentner einen Gutachter vorstellen. Der prüft, ob sich der Gesundheitszustand so gebessert hat, dass der Versicherte wieder arbeiten gehen kann. Ist das der Fall, kann die Rente aberkannt werden. Achtung: auch wenn die Rente „unbefristet“ bewilligt wurde, sind Gutachtertermine Pflicht. Wer daran nicht teilnimmt, riskiert die Streichung der Rente.

Was, wenn der Antrag abgelehnt wird?
Wird die Erwerbsminderungsrente abgelehnt bzw. die Bewilligung widerrufen, dann ist es möglich Widerspruch einzulegen – dann erfolgt eine neue Prüfung. Wird der Widerspruch abgelehnt, bleibt nur die Klage vor dem Sozialgericht.