Im Frühjahr 1986 und zwar am 26.04.2010 vor 24 Jahren explodierte aufgrund eines fehlgeschlagenen Experiments der vierte Reaktorblock des Atomkraftwerks Tschernobyl. Es war der bis heute Super-GAU eines Atomkraftwerks und verstrahlte die gesamte Region rund um Tschernobyl für tausende Jahre. Die Stadt Pripyat war nur wenige Kilometer vom Kernkraftwerk entfernt und musste mit ihren über 100.000 Einwohnern dauerhaft evakuiert werden. Der vierte Reakorblock hatte eine Kernschmelze und erhielt eine Ummantelung aus Stahlbeton.

Der Stahlbetonmantel wurde von so genannten Liquidatoren also Aufräumern unter schwersten Bedingungen gebaut. Zehntausende Aufräumer starben an den Spätfolgen der radioaktiven Verstrahlung und die ersten Liquidatoren, die in den Reaktor gingen wurden nie wieder gesehen da die Strahlung zu stark war. Die radioaktive Wolke verteilte sich über ganz Europa und führte zu Verboten. Es durften wegen der hohen Strahlenbelastung keine Pilze im Wald gesammelt werden.

Die Strahlenbelastung ist heute auf niedrige Werte gesunken weshalb wieder unbedenklich Pilze, Himbeeren, Brombeeren oder Nüsse gesammelt werden können. Seit Jahren soll ein Stahlmantel um das Atomkraftwerk gebaut werden aber der Bau ist nun auf das Jahr 2013 verschoben werden. Die Baukosten sind doppelt so hoch wie geplant. Es besteht durchaus die Gefahr dass der zerstörte Reaktorblock einbrechen und das Grundwasser radioaktiv verseuchen könnte. Die andere drei Reaktoren des Kernkraftwerks arbeiten noch immer liefern Strom aber da sie mit Graphit gekühlt werden könnte eine weitere Kernschmelze die Folge sein.