Mücken, Wesepen oder Ameisen auch ohne sofort zur chemischen Keule zu greifen, kann man sich vor solchen lästigen Insekten schützen. Hier einige Tipps wie es funktioniert.

Erst krabbelt es, dann piekst es, schließlich juckt es: Ein Insekt hat zugeschlagen. Die gemeinen Tierchen gehören nun mal zum Sommer dazu – leider. Doch wehrlos muss man ihnen seinen Platz auf Balkon, Terrasse oder Liegewiese nicht überlassen.

Auf eine falsche Fährte locken
Was viele nicht wissen: Oft werden die Quälgeister erst von uns selbst angezogen – durch Parfumduft, Schweiß, Haarspray, benutztes Geschirr, Müll oder bunte Kleidung. Vermeiden Sie deshalb diese Insekten-Magneten. Besser: Drehen Sie den Spieß um und locken Sie die Viecher auf eine falsche Fährte. Im Freien leitet man Wespen mit einem Schälchen Marmelade, einer Flasche Zuckerwasser oder Limonade zu entfernten Plätzen. Mit Gewürznelken gespickte Zitronen oder – im Haus – Schalem mit Salmiakgeist vertreiben sie. Und: Nie Speisen offen stehen lassen.

Dunkle Kleidung zieht Mücken an
Öko-Abschreckmittel gegen Mücken zeigten sich in Tests als totale Flops. Eher wirkt der Duft von Tomatenpflanzen. Sicherer: Haut mit heller, weiter Kleidung bedecken. Mücken bevorzugen Dunkles, stechen auch durch enge Textilien. Wohnungen mit Fenstergaze schützen.

Klebeband gegen das große Krabbeln
Ameisen und andere Krabbeltiere halten Sie von der Picknickdecke mit doppelseitigem Teppichklebeband fern (um den Rand befestigen). Ungebetene Gäste bleiben hängen. Zu Hause das Bad vor Fensterbänke und Türen kleben. Gute natürliche Ameisengifte: Backpulver und gezuckertes Bier.

Fliegen mögen keinen Essiggeruch
Rauben Ihnen lästige Fliegen den letzten Nerv, hilft es, ein paar Essigtropfen auf Grills, Duftlampen oder Glühbirnen verdampfen zu lassen. Das vertreibt auch die kleinen Fruchtfliegen.

Erste Hilfe bei Stichen
Am besten sind alte Hausmittel
Die Zutaten für die Linderung hat man meist im Haushalt parat. Vorher aber immer den Stachel mit einer Pinzette aus der Haut entfernen. Dann alle Stiche bzw. Bisse gegen Juckreiz und Schwellung mit Zwiebel-, Zitronen- oder Gurkenscheiben einreiben. Die Stelle zusätzlich mit Eis kühlen. Ausnahme: Quallenbisse nie mit Süßwasser-Eis behandeln. Bei einsetzender Atemnot, bekannten Allergien und bei Stichen in Mund- und Rachenraum immer sofort den Notzart rufen: Es besteht die akute Lebensgefahr durch Ersticken bzw. durch einen allergischen Schock.