Nur gut die Hälfte aller Arbeitnehmer nutzt diese Form der Sparanlage. Dabei kommt beim Zuschuss vom Chef auch dank staatlicher Förderung ganz schön was zusammen.

Die Firma tut was dazu- also greifen Sie ruhig zu! Viele Arbeitgeber zahlen zusätzlich zum Gehalt vermögenswirksame Leistungen. Bis zu 40 Euro pro Monat überweist der Chef direkt auf Ihr Sparkonto. Wie viel Sie genau bekommen hängt von Tarifvertrag, Betriebsvereinbarungen oder individuellen Absprachen ab. Sollte Ihr Boss nicht den vollen Betrag zahlen, bitten Sie ihn, die Differenz aus Ihrem Gehalt aufzustocken. Nur so sichern Sie sich auch noch die maximale staatliche Förderung- die Arbeitnehmersparzulage.
Liegt Ihr zu versteuerndes Jahreseinkommen nämlich unter einer bestimmten Grenze, zahlt auch der Staat noch auf Ihr Konto ein. Der exakte Zuschuss hängt von Ihrer Anlageform und der jährlichen Sparleistung ab.

Erst zum Chef- dann ab zur Bank
Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen haben Arbeitnehmer in der Regel ab dem siebten Monat einer Festanstellung. Fragen Sie zunächst in der Personalabteilung nach, ob Ihre Firma da mitmacht. Dann kümmern Sie sich um einen Sparvertrag bei Ihrer Bank. Kommt für Sie auch die Sparzulage in Frage, müssen Sie, um die Förderung zu erlangen, in einen Aktienfond einzahlen oder Bausparen.
Haben Sie den Vertrag abgeschlossen, bekommen Sie eine Bescheinigung, die Sie wiederum dem Arbeitgeber vorlegen. So weiß er, wohin er das Geld überweisen soll.

Nach sieben Jahren wird ausgezahlt
Um zusätzlich in den Genuss der Staatsgelder zu kommen, müssen Sie die Arbeitnehmersparzulage jedes Jahr mit der Steuererklärung beantragen. Dafür hat Ihre Bank eine Bescheinigung, die Sie ans Finanzamt schickt.
Nach einer Sperrfrist von sieben Jahren wird dann die gesamte Zulage vom Staat in Ihren Sparvertrag eingezahlt. Ab diesen Augenblick können Sie über dieses Geld frei verfügen.