Wen Sie Ihre Police zu Geld machen müssen, sollten Sie den Vertrag nicht kündigen, sondern lieber abgeben.

Notfälle, Scheidung, Arbeitslosigkeit- es gibt viele Gründe, die Lebensversicherung vorzeitig aufzugeben. Doch eine Kündigung ist mit großem Verlust verbunden. Anfangs zahlt der Versicherte nämlich viel für Vermittlungs- und Verwaltungskosten. In den ersten Jahren liegt der ausgezahlte Wert sogar unter der summe der eingezahlten Beträge.
Weitgehend unbekannt ist die Möglichkeit, die Police auf dem so genannten Zweitmarkt zu verkaufen. Zwar müssen Sie auch hier mit Einbußen rechnen – aber die sind geringer. Professionelle Aufkäufer zahlen bis zu 15 Prozent mehr als Versicherer bei einer Kündigung. Weiterer Pluspunkt: Der Todesfallschutz bleibt für den Versicherten erhalten, denn die Aufkäufer führen den Vertrag fort und zahlen die Beiträge weiter. Deren Nutzen ist es, später die gesamte Versicherungssumme ausgezahlt zu bekommen.

Angebote zuerst sorgsam vergleichen
Allerdings sind die Aufkäufer wählerisch. In der Regel werden nur Policen zahlungskräftiger Versicherungen genommen, die eine Restlaufzeit von weniger als 15 Jahren haben und deren Rückkaufwert mindestens 5000 Euro beträgt.
Deshalb holen Sie sich mehrere Angebote von seriösen Käufern ein, und vergleichen Sie. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass Sie den Kaufpreis in einer Summe, nicht in Raten ausbezahlt bekommen. Sonst tragen Sie das Insolvenzrisiko des Zweitmarktanbieters. Das bedeutet: Geht der pleite, ist Ihr Geld futsch.