Wer unterwegs mit dem Auto in eine Radarfalle gerät und geblitzt wird, kann sich wehren, wenn ein Bußgeldbescheid ins Haus flattert. Vor allem dann, wenn man glaubt, gar nicht zu schnell gefahren zu sein – und es dennoch geblitzt hat. Zu hohe Messergebnisse durch Bedienungsfehler, falsch ausgestellte Bußgeldbescheide, unsachgemäß aufgestellte Radarfallen sind nämlich heute keine Seltenheit.

Elektronik verfälscht Daten
Denn ganz egal, ob die Messvorrichtung fest auf einem Mast oder provisorisch auf ein Stativ montiert ist- sie kann grundsätzlich durch fremde elektrisch, magnetische oder elektromagnetische Störfelder beeinflusst und damit entscheidend verfälscht werden. Solche „Störfelder“ können u.a. durch folgende Umstände verursacht werden: elektronisch gesicherte Objekte (zum Beispiel Banken), das Heck eines fremden Fahrzeugs im Gegenverkehr, feste und bewegliche metallische oder metallhaltige Objekte wie Leitplanken, Metallgitter, Brücken, Garagentore etc.

Die Folge: Messungen sind schlichtweg falsch, und man wird zu Unrecht bestraft. Wer Zweifel an der Geschwindigkeitsmessung hat, sollte sofort nach Erhalt des Bußgeldbescheids Widerspruch einlegen. Ist dieser erfolglos, ist es ratsam, einen Anwalt einzuschalten. Denn nur über ihn bekommt man Akteneinsicht.
Doch sollte man nur vor Gericht ziehen, wenn etwas Wichtiges auf dem Spiel steht. Zum Beispiel wenn ein Fahrverbot droht. Denn allein die Kosten für einen Anwalt und einen Gutachter liegen zwischen 500 und 1000 Euro.

Rechtsschutzversicherungen übernehmen in der Regel neben den Anwalts- auch die Gutachterkosten.