Die Arbeitslosenzahlen haben einen traurigen Höchststand erreicht. Unternehmen müssen sparen und schreiben kaum Stellen aus. Doch wenn im Betrieb viel arbeit anfällt, wird immer öfter fachkundiges Personal „ausgeliehen“ – und genau hier liegt die Chance! Wer sich jetzt bei einer Zeitarbeitsfirma bewirbt, öffnet sich vielleicht die Haustür ins Büro. Denn gute Mitarbeiter werden oft übernommen.

Wer kann sich bewerben?
Jeder! Da allerdings viele Zeitarbeitsfirmen auf bestimmte Branchen spezialisiert sind (zum Beispiel Büroberufe), sollten Sie sich vorher erkundigen und sich dann gezielt bewerben.

Wie funktioniert Zeitarbeit?
Das Arbeitsverhältnis besteht zwischen Ihnen und der Zeitarbeitsfirma. Diese „verleiht“ ihre Mitarbeiter an Unternehmen, bei denen gerade ein Engpass herrscht. Dort werden Sie nach Bedarf eingesetzt, manchmal einige Wochen, manchmal aber auch über ein Jahr.

Wie hoch ist der Verdienst?
Eigentlich müssen Zeitarbeiter das gleiche Geld bekommen wie Festangestellte einer Firma. Doch aufgepasst: viele Zeitarbeitsfirmen umgehen diese Regelung durch eigene Tarifverträge! Je nach Qualifikation der Mitarbeiter ist der Verdienst sehr unterschiedlich. Gearbeitet werden in der Regel 35 Stunden pro Woche.

Was sind Vorteile der Zeitarbeit?
Zeitarbeiter haben die Sicherheiten eines angestellten (geregelte Urlaubstage, Renten- und Krankenversicherungsbeiträge usw.). Klarer Vorteil: Die Zeitarbeitsfirma muss Ihnen auch dann Gehalt weiterzahlen, wenn sie gerade keine Einsatzmöglichkeit für Sie hat. Außerdem gibt es gute Chancen, von einer der Firmen übernommen zu werden: In den letzten Jahren wurde ca. ein drittel der Leiharbeiter später fest angestellt.

Darf man einen Job ablehnen?
Nein! Der Zeitarbeiter muss jede Tätigkeit annehmen, die seinem Arbeitsvertrag entspricht. Lehnt er ab, droht ihm die fristlose Kündigung wegen Arbeitsverweigerung, wie in anderen Jobs auch.