Unter Prüfungsangst leiden oft die Besten. Ob Führerscheinprüfung oder Computerschulungstest: Wenn das Herz rast, die Hände klatschnass sind und der Magen vor Aufregung verrückt spielt, können wir nicht mehr klar denken. Prüfungsangst haben vor allem die, die sehr selbstkritisch sind und außergewöhnlich hohe Ansprüche an sich stellen.
Prüfungsangst hat aber auch eine gute Seite. Denn unser Gedächtnis wird durch die Hormonausschüttung geschärft. Nur wenn die Hormonflut zu stark wird kommen wir ganz durcheinander. Deshalb ist es gut, wenn man lernt, mit der Prüfungsangst umzugehen.

Die Angst vorher klein kriegen
Machen Sie sich zunächst klar, dass nichts Bedrohliches in Ihrem Leben passiert, wenn Sie die Prüfung nicht bestehen. Um die Angst zu verlernen, wenden Verhaltenstherapeuten eine Technik an, die sie „systematische Desensibilisierung“ nennen. So geht´s: malen Sie sich eine Prüfung in allen Einzelheiten aus, die gut läuft. Gehen Sie dann schrittweise dazu über, sich auch schwierige Situationen vorzustellen. Auch dabei wird nichts Schlimmeres passieren. So verinnerlichen Sie das.

Tricks für die schriftliche Prüfung
Je besser Sie gerüstet sind, desto sicherer fühlen Sie sich. Wer bei der Vorbereitung den Überblick verliert, verliert auch schnell die Nerven.
Deshalb sollte man sich einen Lernplan machen: Wie viel zeit haben Sie zum Lernen? Was muss gelernt werden? Wann wiederholen Sie was? Der plan gibt Ihnen Sicherheit, alles im griff zu haben. Arbeiten sie sich in der Prüfung selbst von leicht zu schwierigen Aufgaben vor. Schwierige aufgaben unbedingt mehrmals lesen. Oft verstecken sich im Text Hilfen, die man sonst überliest.

Sicher vor einem Prüfer reden
Viele haben die größte Angst vor mündlichen Prüfungen. Dabei können im Gespräch Missverständnisse viel leichter ausgeräumt werden, man kann bei Unklarheiten nachhaken oder seine Antwort auch mal korrigieren.
Stellen Sie sich vor, dass der Prüfer kein Fiesling ist und Sie mit ihm nur ein Gespräch über das führen, was Sie gelernt haben. Wenn sie mal auf dem Schlauch stehen, bitten Sie um Bedenkzeit oder um ein Stichwort. Nickt oder lächelt Ihr Gegenüber, sind Sie auf dem richtigen Weg.

Erste Hilfe beim plötzlichen Blackout
Plötzlich ein Brett vorm Kopf? Keine Angst! Ihr Wissen ist nicht weg, es ist nur kurzzeitig nicht abrufbar.
Sagen Sie den Prüfer offen, dass Sie den Faden verloren haben. Sich innerlich unter Druck setzen, verschlimmert die Situation nur. Atmen Sie lieber tief durch, erinnern Sie sich an die Themen, welche Sie zuletzt gelernt haben. So finden Sie schnell ins Thema zurück.