Beim Thema Reisen denkt zwar niemand gern an Krankheit, Unfall oder andere Widrigkeiten. Vorsorgen sollte man trotzdem- und zwar clever.

EU- Krankenschein reicht nicht aus
Unverzichtbar für alle ist eine Auslandsreise- Krankenversicherung, auch in der EU. Zwar bieten gesetzliche Kassen den EU- Krankenschein bzw. die EHIC Chipkarte an. Doch akzeptiert wird beides nur in staatlichen Kliniken oder Notfallpraxen. Und die gibt es in Ferienorten selten. Nur eine Auslandsreisepolice übernimmt Behandlungskosten auch für Privatärzte sowie einen Rücktransport. Den zahlt die Krankenkasse nie. Achten Sie auf die Formulierung „medizinisch sinnvoller und vertretbarer Rücktransport“: Das sichert umfangreiche Leistungen. Wichtig ist auch eine 24 Stunden- Hotline. Günstige Jahresverträge gibt es ab sechs Euro, für Familien ab 14,50 Euro.
Sinnvoll ist auch die Rücktrittsversicherung, vor allem bei teurem oder langfristig gebuchtem Urlaub und wenn viele Personen gemeinsam reisen. Stornokosten werden etwa bei unerwarteter schwerer Krankheit gezahlt oder wenn ein Angehöriger stirbt. Auch bei Schwangerschaft, Impfunverträglichkeit oder großen Vermögensschäden (Wohnungsbrand) gibt es Ersatz. Die Prämie richtet sich nach dem Reisepreis.

Für Autofahrten ist Schutzbrief ratsam
Wer mit dem Auto ins Ausland reist, braucht die grüne Versicherungskarte von seiner Haftpflichtversicherung. Damit weist man beim Unfall den Haftpflichtschutz nach. Empfehlenswert ist auch ein Schutzbrief für Unfälle oder Pannen.

Policen die Sie nicht brauchen
Sparen kann man sich dagegen die Gepäckversicherung: Für beschädigte oder verlorene Koffer zahlt die Fluggesellschaft. Wird etwas aus dem Hotel gestohlen, haftet die eigene Hausratversicherung. Ebenfalls überflüssig ist eine Reise- Unfallversicherung. Denn fast jeder hat eine normale Unfall- oder Berufsunfähigkeitspolice. Und die bietet weltweit Schutz. Gleiches gilt für eine Reisehaftpflicht. Meiden Sie Paketangebote- die enthalten viel Unnötiges.