Bei Job- Auktionen im Internet kämpfen Dienstleister um Aufträge von Privatleuten. Wer am wenigsten verlangt, bekommt den Zuschlag. Gut für den Geldbeutel.

Tanne fällen für weniger als 100 Euro, Fliesen verlegen oder einfach die Wohnung gründlich putzen: Im Internet können Arbeitssuchende jetzt einen Job ersteigern- und Auftraggeber günstige Fachleute finden. Eine 90 Quadratmeter- Wohnung mit Rauhfaser tapezieren zu lassen kostet zum Beispiel nur 175 Euro. 350 Euro wäre der Auftraggeber bereit gewesen zu zahlen. Das Prinzip der Auftragvergabe funktioniert ähnlich wie die Internet- Auktion von Ebay- nur umgekehrt.

Qualität geht vor Dumping- Preis
Wer einen Fachmann sucht, annonciert den Auftrag bei Internetanbietern zu einem frei gewählten Startpreis. Im Rahmen einer bestimmten Frist (meist 8 bis 12 Tage) können sich dann die Interessenten gegenseitig unterbieten. Als Bieter zugelassen sind nur Gewerbetreibende, zudem kann der Kunde in der Auftragsbeschreibung Einschränkungen machen (etwa nur Meisterbetriebe suchen). Gibt es Schwierigkeiten, kann man auch einem der Vorbieter den Zuschlag erteilen. Anhaltspunkte zur Qualität liefert zudem ein Bewertunssystem, in dem beide Parteien nach vollendeter Arbeit einander Schulnoten geben. Häufen sich Beschwerden, wird der entsprechende Teilnehmer sogar ausgeschlossen.

Einsteiger- Tipp:
Beschreiben Sie Ihren Auftrag sehr genau (Wer stellt Material und Werkzeug?), am besten sogar mit einem Bild und schauen Sie sich die Bewerber in Ruhe an. Außerdem nie Vorkasse leisten: Sollten Sie unzufrieden sein, ist ausstehendes Geld ein gutes Argument.
Richtpreis: Informieren Sie sich vorab, was die Dienstleistung (z. B. Maler) normalerweise kostet. Etwa diese Summe setzen Sie dann als Startpreis ins Internet.