Die Riester- Rente- was ist das eigentlich?

Die Riester Rente ist eine sichere, staatlich geförderte Altersvorsorge, mit der besonders Frauen Versorgungslücken schließen können.

Wie wird die Rente angespart?
Arbeitnehmer können zum Beispiel in Sparpläne oder Rentenfonds einzahlen. Für „Riester- Produkte“ gibt es staatliche Zulagen. Wichtig ist, dass ein Riester- Vertrag von der „Bundesanstalt für die Finanzdienstleistungsaufsicht“ zertifiziert ist. Der Versicherer, bei dem die Riester- Rente abgeschlossen wird, garantiert die Rückzahlung in Höhe der eingezahlten Beiträge sowie eine Mindesverzinsung nach dem aktuellen Zinssatz. Durch die staatliche Förderung liegt die Riester- Rente über dem Zinssatz vergleichbarer Anlagen.

Wer hat Anspruch auf Riester?
Die Förderung (Zulagen/ Steuerfreibeträge) erhalten Beamte, gesetzlich rentenversicherte Arbeitnehmer, Zivildienstleistende, Zeitsoldaten, Eltern im Erziehungsurlaub und Arbeitslose. Vorgeschrieben sind geschlechtsneutrale Tarife, so genannte „Unisex- Tarife“. Das heißt: Frauen und Männer erhalten die gleichen Leistungen für gleiche Beiträge.

Wie viel Zuschuss vom Staat?
Der Riester- Zuschuss vom Staat, die „Grundzulage“, beträgt ab 2008 pro Jahr 154 Euro. Für jedes Kind kommen pro Jahr 185 Euro hinzu. Voraussetzung für den vollen Zuschuss: der Versicherte muss vier Prozent 0seines Bruttoverdienstes vom Vorjahr ansparen. Die Faustregel: Weniger Einmalzahlung heißt weniger Rente.

Worauf ist bei einer Rürup- Rente zu achten?
Eine weitere staatlich subventionierte Altersvorsorge ist die Rürup- Rente. Die Besonderheit dieser Absicherung: Der Versicherte hat kein Kapitalwahlrecht.

Für wen eignet sich Rürup?
Im Gegensatz zur Riester- Rente, die sich vor allem für normale Angestellte eignet, ist die Rürup- Vorsorge eher für Selbstständige und Freiberufler interessant. Die Beiträge können steuerlich geltend gemacht werden, Singles dürfen bis 20000 Euro pro Jahr einzahlen, Ehepaare bis 40000 Euro. Von der eingezahlten Summe können 64 Prozent steuerlich geltend gemacht werden. Nachteil: der angesparte Betrag wird am Ende der Laufzeit nicht als Gesamtsumme ausgezahlt, sondern er wird lebenslang verrentet.

Welchen Vorteil hat die Betriebsabsicherung?
Viele Arbeitgeber bieten eine betriebliche Altersvorsorge an. Arbeitnehmer können pro Jahr bis zu 2520 Euro in die Betriebsrente einzahlen. Gehen sie in den Ruhestand, erfolgt die „Entgeltumwandlung“ in eine monatliche Betriebsrente.

Privatrente, was für Varianten gibt´s?
Die Privatrente ist eine von mehreren Alternativen zur Altersvorsorge. Es handelt sich um einen Sparvertrag ohne Versicherungsschutz. Eine private Rentenversicherung sichert so genanntes Langlebigkeitsrisiko. Das bedeutet: Diese Garantierente wird bis zum Ableben gezahlt. Es gibt verschiedene Varianten:

- Rente mit Kapitalwahlrecht, bei dieser Variante kann sich der Versicherte zwischen der Kapitalasuzahlung zum Rentenbeginn und einer Monatsrente entscheiden.
- Rente ohne Kapitalwahlrecht, hier wird ab Rentenbeginn eine lebenslange Monatsrente gezahlt. Eine einmalige Kapitalausschüttung ist ausgeschlossen.
- Fondsgebundene Rente, hier werden Beiträge fondsgebunden als Rentenversicherung angelegt. Ein Wechsel in einen anderen Fonds ist jährlich möglich. Das angesparte Kapital wird mit Rentenbeginn als Monatsrente gezahlt. Familienmitglieder können mitversichert werden und erhalten im Todesfall die Anteile des Versicherten.