Leise sirrt der Bohrer, dieser typische Praxis- Geruch hängt im Raum, und dann kommt der Schmerz. Zahnbehandlungen sind für viele schon seit frühester Kindheit der wahre Horror. Wer dann noch Angst vor Spritzen hat oder Betäubungsmittel nicht verträgt, sollte es mal mit einer Hypnose probieren. Rund 2000 Zahnärzte in Deutschland sind für eine Hypnotherapie ausgebildet. Eine entsprechende Liste finden Sie im Internet.
Neun von zehn Personen sind hypnosefähig und können sich in einen Zustand versetzen lassen, der Schmerzen deutlich lindert oder sogar ganz ausschaltet. Dabei verlieren die Patienten übrigens nicht das Bewusstsein oder die Kontrolle über ihren Willen, wie oft angenommen wird. Jemand, der in Trance versetzt wird, kann nicht zu Handlungen verleitet werden, die er ablehnt. Eingeschränkt werden aber die Bewegungsfunktionen des Körpers und die Wahrnehmungsfähigkeit der Sinne.
Nachweislich beruhigt Hypnose die Atem- und die Darmtätigkeit. Eine Studie zeigt, dass bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Culitis Ulcerosa, Morbus Crohn und Reizdarm mit einer Hypnotherapie in zwölf Sitzungen eine deutliche Linderung der Symptome zu erreichen ist. Vielen Patienten mit Migräne, Herpes und Allergien konnte ebenfalls geholfen werden. Eine Hypnose kostet etwa 100 Euro, in bestimmten Fällen übernimmt die Krankenkasse die Kosten.