Das kann doch nicht wahr sein! So reagiert mancher, wenn er auf seine Telefonrechnung blickt. Erst recht, sobald der Betrag den normalen Durchschnitt um ein Vielfaches übersteigt. Dann liegt der Verdacht nahe, dass ein Fehler dahinter steckt.

Voraussetzung für die Kontrolle der Rechnung ist aber ein Einzelverbindungsnachweis. Wer keinen erhält, sollte ihn beantragen. Alle Telefongesellschaften müssen diesen Service kostenlos bereitstellen. Typische Fehlerquelle ist etwa ein falscher Grundpreis. Prüfen Sie ob eine Tarifänderung vorgenommen wurde, die Sie nicht bestellt haben. Auch nach einer Umstellung von analog auf ISDN können falsche Gebühren berechnet werden. Achten Sie außerdem auf Dubletten- also Gespräche mit demselben Anschluss, gleicher Anfangszeit und Dauer, die doppelt berechnet werden. Das tritt oft bei Call-by- Call- Verbindungen mit Sparvorwahl auf.

Ein weiterer Fehler sind Überschneidungen. Es werden zwei oder mehr identische Verbindungen zur selben Uhrzeit berechnet. Technisch ist das unmöglich. Vorsicht, wenn viele sehr kurze Verbindungen von unter zwei Sekunden auf der Rechnung stehen! Da kann ein technischer Fehler vorliegen. Denn solche Verbindungen können nur zustande kommen, wenn der Anrufer gerade auflegt, wenn der Angerufene das Gespräch annehmen will. Das kommt extrem selten vor. Achten Sie darauf, dass die Rechnung tatsächlich zu Ihrem Anschluss gehört. Auch hier kommt es immer wieder zu Verwechslungen. Nicht selten sind sogar klassische Rechenfehler möglich. Prüfen Sie selbst, ob das Endergebnis stimmt. Genau ansehen sollte man sich die Gebühren für teure Servicenummern. Hier besteht immer noch die Gefahr, dass sich ein Dialer im PC festgesetzt hat. Solche Nummern am besten komplett sperren lassen.
Haben Sie einen Fehler entdeckt, sofort schriftlich per Einschreiben Einspruch erheben. Dazu legt man eine Rechnungskopie bei, in der die beanstandeten Verbindungen markiert sind. Um die Rechnung ordnungsgemäß zu reklamieren, muss man aber den unstrittigen Betrag oder mindestens den Durchschnittsbetrag der zurückliegenden sechs Monate zahlen. Dann darf der Anschluss nicht gesperrt werden.