Der Name Weihnachtsstern verrät, dass diese Blattschönheiten die Adventszeit ankündigen. Ihre Blüten haben zum Jahresende Tradition.
Denn pünktlich, so Anfang November, locken sie jedes Jahr mit ihren sternenförmigen Blüten. Auch wenn ihr Leuchten in die letzten zwei Monate des Jahres fällt, ist dies kein Grund, nicht mit neuen Formen zu kleckern und mit Farbe zu klotzen. Rot ist die ursprüngliche Art und aus der Vorweihnachtszeit nicht mehr wegzudenken.
Aber rosa oder Lachs verlängern die Saison und sind auch nach Tannenbaum und Lametta noch Farben, an denen man sich nicht satt sehen kann. Muss man auch nicht. Wer beim Aussuchen ein paar Tipps beherzigt, wird lange Freude an den Pflanzen haben. Die Wahl fällt am besten auf kräftige Blüten. Genau genommen sind es Hochblätter, die Blüten sind viel unscheinbarer, aber von Bedeutung. Denn sie sagen viel über die Qualität der Pflanze aus. Beim Kauf also ruhig mal ein kritisches Auge auf die gelben, im Inneren der Hochblätter sitzenden Blüten werfen.

Sie sollten noch eine gleichmäßige Anordnung haben. Sind diese kleinen Blüten bereits zum teil abgefallen, lieber nach einem anderen, weniger überblühten Exemplar Ausschau halten. Auch eingerollte Blätter oder wenig belaubte Pflanzen stehen lassen. Meist zeigt sich hier, dass sie schon kalt gestanden haben. Im Fachgeschäft werden sie bei Kälte zum Transport gut in Papier eingewickelt.

Weihnachtssterne kommen ursprünglich aus Mexiko. Sie werden daher in geheizten Gewächshäusern großgezogen und möchten diese Temperaturen auch zu Hause um sich spüren. Eine der wenigen Pflanzen, die im Winter ihren Platz im warmen Wohnzimmer genießen. Bei Temperaturen zwischen 18 und 22 Grad fühlen sie sich am wohlsten. Empfindlich reagieren sie auf Zugluft und auf Staunässe. Lieber den Ballen zu trocken als zu nass halten. Überschüssiges Wasser also immer gleich nach dem Gießen wegschütten. Weihnachtssterne sind diesen „Trockenstress“ von der Anzucht her gewohnt, dadurch bleiben sie kompakter und farbintensiver. Und noch etwas trägt zum leichten Umgang bei: Gedüngt wird nur, wenn der Stern mit in das neue Jahr wechseln soll. Für die Blüte zu hause versorgt der Gärtner die Pflanze mit einem Dünger, der auf Vorrat wirkt. Weihnachtssterne schaffen es nicht nur durch ihren kurzen Auftritt, dass sie interessant bleiben. Auch ihre neuen Formen und Farben zeigen, dass sich das warten auf den Winter lohnt.

Mit einem Karton kommt Ihr Stern zu einer neuen Blüte

• Wer einmal „gärtnern“ möchte, der kann seinen Weihnachtsstern erneut zum Blühen bringen. Ein tägliches Abdecken mit einem lichtdichten Eimer oder einem Karton bringt ab August neue Farbe für die Blüte.
• Damit die Pflanze für´s kommende Jahr einen buschigen Wuchs hat, sollte sie spätestens ab März einen kräftigen Rückschnitt bekommen.
• Zeit zum wachsen hat der Stern dann bis zum August, aber auch hier immer wieder stutzen und wöchentlich düngen, damit das Laub dicht wächst.
• Für eine Adventsblüte wird der Stern ab Ende August, abends mit beginn der Dämmerung, abgedeckt. Täglich darf er nicht mehr als zehn Stunden Licht bekommen. So lange, bis sich die Blätter ganz ausgefärbt haben.