Teilung: Stauden teilen, mehrtriebige Pflanzen wie Rittersporn oder Storchenschnabel können Sie durch Teilen vermehren. Neben Stauden eignen sich auch Kräuter, etwa Schnittlauch oder Oregano. Nach der Blüte Wurzelballen ausgraben und grob von Erde befreien. Zerfällt er nicht von allein in Einzelteile, helfen Sie mit Messer oder Spaten etwas nach. Vor dem Einpflanzen die Wurzeln etwas einkürzen.

Knollen teilen, Dahlien oder Iris dürfen Sie erst im Frühjahr vor dem Auspflanzen teilen. Mit einem scharfen Messer in einzelne „Finger“ zerlegen bzw. bei der Iris die dicken Wurzeln in Teilstücke schneiden.

Samen: Ernten Sie bei trockenem Wetter voll ausgereifte Samenkapseln von blühenden Pflanzen und breiten Sie sie an einem luftigen Ort zum Trocknen aus. Dann Samen und Kapseln trennen: je nach Blumenart auszupfen, schütteln, Kapsel aufbrechen. Besonders gut keimen Samen, die Sie von ökologisch angebauten Pflanzen abnehmen.

Stecklinge: Stecklinge, etwa von Geranien, wachsen gut aus Triebspitzen. Der Stängel soll kräftig, aber nicht verholzt sein. An der Spitze trägt er zwei bis vier junge Blätter, darunter vier bis sechs weitere. Die unteren Blätter entfernen Sie samt Stiel, die „Knoten“ liegen frei.
Anzuchterde (Gartencenter) vorsichtig festdrücken und mit dem Pikierstab oder Bleistift ein Loch bohren. Steckling hineinstecken. Mindestens zwei Knoten, besser drei oder vier sind unter der Erde. Hilfreich ist es, die Stecklinge vorher noch in ein Bewurzlungsmittel zu stippen.
Plastikhauben oder –tüten sorgen für optimales Klima. Pieksen Sie einige Löcher für den Luftaustausch hinein. Beschlägt die Abdeckung von innen, brauchen Sie weitere Löcher. Die Blattspitzen dürfen die Folie nicht berühren, Fäulnisgefahr. Zeigen sich neue Blättchen, kann die Haube weg.

Absenker: Absenken ist die klassische Vermehrung für Pflanzen mit langen, biegsamen Trieben, wie Kletterpflanzen. Sie stellen einen Topf mit Anzuchterde neben die Mutterpflanze (geht auch im Beet) und fügen dem Trieb, der abgesenkt wird, eine leichte Schnittwunde zu.
Damit sich die Wunde nicht schließt, eventuell ein kleines Steinchen hineinstecken. Mit Drahtklammern (zum Beispiel aufgebogene Büroklammer) wird der Trieb dann fest in die Erde gedrückt und etwas mit Erde bedeckt. Trieb noch nicht von der Mutterpflanze trennen.
Der trieb wird von der Mutterpflanze weiterhin versorgt. Wächst schließlich die Triebspitze, haben sich Wurzeln gebildet. Schneiden Sie jetzt den Trieb dort ab, wo er Richtung Mutterpflanze aus der Erde kommt. Falls nötig, binden Sie ihn an einer Rankhilfe fest.