So können auch Sie den Beipackzettel gekonnt entschlüsseln:

Zusammensetzung: Unter diesen Punkt sind Wirkstoffe nach Art und Menge aufgelistet. Achtung: Andere Bestandteile, wie zum Beispiel Geschmacksverbesserer, Salbengrundlagen oder Farb- und Füllstoffe, sollten zwar vom jeweiligen Hersteller aufgeführt werden, müssen aber nicht mit Mengenangaben versehen werden.

Gegenanzeigen: in der Regel versteht darunter Erkrankungen oder auch Umstände, unter denen das Medikament nicht angewendet werden soll. Zum Beispiel Schwangerschaft und chronische Grunderkrankungen stellen Gegenanzeigen für spezielle Arzneimittel dar.

Warnhinweise: Hier wird aufgelistet, mit welchen Beeinträchtigungen man im Alltag nach der Medikamenteneinnahme vereinzelt rechnen muss, zum Beispiel verminderte Reaktionsfähigkeit.

Wechselwirkungen: Ein Medikament kann durch die Einnahme die Wirkdauer eines anderen Präparates beeinflussen bzw. sogar teilweise aufheben oder auch verstärken. Zu den Medikamenten, bei welchen man besonders vorsichtig sein sollte, sind zum Beispiel blutverdünnende Mittel, die Antibabypille, Schmerzmittel sowie einige Antibiotika.

Dosierungsanleitung: Die Dosierungsanleitung beinhaltet nicht nur die jeweilige Höhe der vom Arzt angeratenen (verschriebenen) Dosis oder die Häufigkeit der Einnahme, hier geht es auch um die Dauer der jeweiligen Anwendung. Einige Medikamente sollten nur bei Bedarf genommen werden (zum Beispiel Schmerzmittel), wobei andere über den gesamten Zeitraum einzunehmen sind (zum Beispiel Antibiotika).

Art und Dauer der Anwendung. An dieser Stelle wird darüber informiert, in welcher Form (zum Beispiel „zerkaut“ oder „mit Flüssigkeit“) und wie lange das Arzneimittel eingenommen werden sollte. Weiterhin erfahren Sie, ob das Medikament zu einer genauen Tageszeit oder abhängig von den Mahlzeiten eingenommen soll.

Anwendungsfehler: Dieser Abschnitt enthält Hinweise, was zu tun ist, falls Ihnen bei der Dosierung ein Fehler unterlaufen sein sollte, zum Beispiel ein Mittel überdosiert oder die Einnahmen einmal vergessen haben.

Nebenwirkungen: Nebenwirkungen sind alle nicht erwünschten Wirkungen des Präparats, sofern sie bekannt sind. Das bedeutet jedoch nicht unbedingt, dass unerwünschte Nebenwirkungen auftreten müssen. Die vom Gesetzgeber vorgegebenen Vorgaben verpflichten den Hersteller allerdings, alle einmal aufgetretenen und bekannten Nebenwirkungen auf dem Beipackzettel auszuweisen.