Wer auf der Autobahn auf das vor ihm fahrende Fahrzeug zu dicht auffährt und damit unter Umständen eine Kollision der beiden Fahrzeuge provoziert begeht außerdem eine Nötigung. Der vor ihm fahrende Wagen wird genötigt dem Drängler Platz zu machen und auf den anderen Fahrstreifen auszuweichen. Die ist ganz klar eine Nötigung und kann angezeigt werden.

Auch wenn ein Fahrzeug ein anderes beim Überholen den Weg abschneidet und damit den anderen Fahrer zum Bremsen zwingt begeht eine Nötigung. Das Problem ist in einem Strafverfahren nachzuweisen dass auch wirklich eine Nötigung vorgelegen hat.
Nach der Straßenverkehrsordnung muss ein Fahrzeug zu seinem Vordermann einen so großen Abstand einhalten dass auch bei einem plötzlichen Bremsmanöver mit dem Vordermann kein Zusammenstoß zu befürchten ist.

Ganz klar ist zu sagen dass auf jeden Fall ein Verstoß gegen die Verordnung vorliegt wenn der Hintermann auch noch mit Hupen oder Lichthupe anfängt seinen Vordermann zu bedrängen damit dieser ihm den Weg frei macht. Eine Nötigung liegt allerdings auch beim Vordermann vor wenn dieser auf diese Belästigung mit plötzlichen Bremsmanövern reagiert um damit den Hintermann dazu zu bewegen einen größeren Abstand einzuhalten.

Kann eine Nötigung nachgewiesen werden dann muss der Schuldige entweder eine Geldstrafe zahlen oder kann mit einer Freiheitsstrafe von 6 Monaten bis zu 3 Jahren bestraft werden. Allerdings wird die Freiheitsstrafe meist nur bei einer besonders schweren Schuld verhängt und auch hier ist es besonders gut wenn der Täter frühzeitig seine Schuld einräumt, damit kann er das Urteil meist etwas mildern.