Es gibt in Deutschland mehr als 100 Stromanbieter, aber welcher Versorger für den jeweiligen Verbraucher der günstigste ist, hängt vom Jahresverbrauch und der Region ab, in der man lebt. Diese Daten, Verbrauch und Wohnort, gibt man zum Beispiel in einen so genannten Strompreisrechner ein und erhält dann unverbindlich den günstigsten Versorger genannt. Wer kein Internet hat, dem hilft der Bundesverband der Verbraucherzentralen.

Bevor man einen neuen Stromvertrag unterschreibt, sollte man das Kleingedruckte lesen. Die Klausel „der Strompreis ist an den Börsenpreis für leichtes Heizöl gekoppelt“ ist unzulässig. Der Grund dafür ist: ein unkalkulierbares Kundenrisiko.

Wechselgebühren sind unzulässige Forderungen. Der Wechsel zu einem neuen Stromlieferanten ist grundsätzlich kostenlos. Werden einem Verbraucher „Wechselgebühren“ in Rechnung gestellt, kann er umgehend die Verbraucherzentrale informieren. Die mahnt „schwarze Schafe“ konsequent ab.

An einen neuen Stromversorger sollte man sich nicht „ewig“ binden, um im Bedarfsfall schnell zu einem noch günstigeren Anbieter wechseln zu können. Wichtig ist eine kurze Vertragslaufzeit (maximal ein Jahr) und eine kurze Kündigungsfrist (ein Monat zum Ende des nächsten Monats). Vor dem Vertragsschluss sollten sich Verbraucher unbedingt den Bruttoendpreis für „Privatkunden“ nennen lassen. Nettoangaben sind nicht genau und enthalten meist Folgekosten (zum Beispiel Steuern), die der Kunde nicht kalkuliert hat.

Der neue Anbieter ist verpflichtet die Stromversorgung nahtlos zu sichern, man wird also keinesfalls im Dunkeln sitzen. Hat man einen günstigen Stromanbieter für sich gefunden, füllt man einfach entweder das Formular im Internet aus oder lässt sich einen Anmeldebogen per post schicken. Nach bis zu sechs Wochen wird der Strom umgestellt. Der alte Stromvertrag kann zwar vom Verbraucher selbst gekündigt werden, in der Regel übernimmt das aber automatisch der neue Energievertragspartner.