Speckig, fettig, fies ab und zu ein Missgeschick bei Tisch haben ihre Spuren auf der geblümten Tapete im Essbereich hinterlassen, die bei Licht betrachtet plötzlich mehr Makel als Tapete aufweist.

Sicher aber ist: Das kann und will man nicht so lassen. Was also tun? Vliestapete heißt das Zauberwort, die segenreiche Erfindung für alle, die gern ihr heim verschönern, sich dabei aber ungern in eingekleisterten Tapetenbahnenverheddern. Denn dieser äußerst strapazierfähige Wandbelag hat gleich drei dicke Pluspunkte. Erstens: Nicht die Tapete, sondern die Wand wird eingekleistert. Zweitens: Die Gesundheit steht im Vordergrund, Vliestapeten sind aus einem atmungsaktiven Mix von Zellstoff und Textilfaser, der sich, und das drittens, als äußerst renovierfreundlich erweist. Die Tapete lässt sich selbst Jahre später flott und trocken wieder von der Wand ziehen.

So gehen Sie´s an: Malerarbeiten- Decke, Holzelemente- vor dem Tapezieren erledigen. Starten Sie mit einer unkomplizierten Fläche, einer Wand ohne Tür, dabei in einer Ecke angefangen, vom Fenster wegarbeiten, damit Sie sich nicht im Licht stehen.
Die Bahnen an der Wand stets von der Mitte zu den Seiten hin mit Walze oder Bürste glatt streichen, so überschüssigen Kleister aus den Nähten drücken. Diese mit einer Nahtrolle anpressen. Beim schneiden von überstehenden Partien helfen Cutter oder Elektroschere.

Praktische Helfer für´s Tapezieren
Zwei, die sich unentbehrlich machen: Kantenschneider und Kleistermaschine. Der elektrische Vielzweckschneider sorgt direkt an der wand für saubere Schnittkanten, zum Beispiel entlang der Fußleiste. Das Kleistergerät erleichtert das Anbringen aller Rauhfaser- und handelsüblichen Tapeten bis 56 cm Breite.