Die Briefe sind unterwegs: Die Finanzämter verschicken die Steuerbescheide für das letzte Jahr. Doch der Steuerzahlerbund sagt: in jedem dritten fall winkt nachträglich eine höhere Erstattung!
Wem der Fiskus weniger Geld als erwartet zurückzahlen will, der muss innerhalb eines Monats Widerspruch einlegen, handschriftlich reicht. Lohnen kann das vor allem, wenn Ausgaben nicht anerkannt oder Freibeträge nicht berücksichtigt wurden. Auch wer versäumt hat, eine Ausgabe geltend zu machen oder verschwundene Belege erst jetzt wieder findet, kann noch eine Korrektur verlangen.

Spielen Sie erst einmal auf Zeit!
Wichtig für Bürger, die weder bei Steuerformularen noch beim Bescheid durchblicken: Widerspruch einlegen und schreiben: „Die Begründung wird nachgereicht“. So ist die Frist gewahrt, und Sie haben Zeit, um in Ruhe alles vom Experten prüfen zu lassen.

Wo finden Sie Hilfe?
Computer: Gute Steuer- Programme für den PC gibt´s für 15 bis 40 Euro. Allerdings kommen Laien oft nicht damit zurecht, weil auch dafür Steuer- Grundkenntnisse nötig sind.

Lohnsteuerhilfevereine: Sie erledigen für Jahresbeiträge von 40 bis 230 Euro (nach Einkommen, bei Normalverdienern kaum über 150 Euro) alle Steuerangelegenheiten von Arbeitnehmern, dazu gehört auch das Prüfen von Bescheiden und Bearbeiten von Widersprüchen. Im Bundesdurchschnitt holen sie pro Arbeitnehmer 600 und 800 Euro als Erstattung heraus.

Steuerberater: Sie verlangen höhere Honorare (Faustregel: das Doppelte der Hilfsvereine) und sollten als Spezialisten vor allem dann beauftragt werden, wenn zum Arbeitslohn noch weitere Einkünfte (Mieten, Verdienst von Selbstständigen, hohe Zinseinnahmen) kommen.