Krabbelnde und fliegende Gäste in den Vorratskammern richten schnell großen Schaden an. Gut zu wissen, mit welchen einfachen Tricks man sie fern hält.

Welche Schädlinge kommen bei uns vor?
In unseren Breiten hat man es vor allem mit Lebensmittelmotten und –käfern, Mehl-, Getreide- und Dörrobstmotten und Mehl-, Brot- und Kornkäfern zu tun. Diese Plagegeister mögen Backwaren, Nüsse, Trockenfrüchte. Gewürze und Schokolade verschmähen sie auch nicht. Das größere Problem dabei ist aber, dass die Schädlinge die Lebensmittel nicht nur anknabbern, sie verunreinigen diese Lebensmittel durch Kot, Gespinste und Sekrete. Deshalb dürfen befallene Nahrungsmittel nicht mehr gegessen werden. Dies kann zu Erkrankungen im Darm und Allergien führen.

Wie kann man am besten vorbeugen?
Lagern Sie Ihre Lebensmittel immer dunkel, trocken und kühl (10 bis 12 Grad). Nicht zu viele Vorräte kaufen: je länger Sie Mehl & Co. lagern, desto größer wird automatisch die Gefahr eines Befalls. Angebrochene Verpackungen in luftdichtschließende Behälter legen. Wichtig: Verpackungen aus Plastikfolie, z. B. bei eingeschweißten Nüssen, bieten meist keinen ausreichenden Schutz gegen die immer hungrigen Plagegeister. Außerdem sollte man schon bei Kauf auf mögliche Fraßschäden an der Verpackung achten.

Wenn Sie schon da sind: Was kann man tun?
Sind Vorräte befallen, sollten diese komplett in die Mülltonne (außerhalb der Wohnung) wandern. Im Zweifel lieber zu viel wegwerfen, als Lebensmittel zu behalten, die vielleicht verschmutzt sind. Ansonsten vermehren sich diese Schädlinge weiter. Lebensmittel, welche äußerlich in Ordnung sind, drei Tage lang in die Tiefkühltruhe legen, zahlreiche Motten und auch Käfer sind kälteempfindlich. Den Küchenschrank sollten Sie daher mit einem Staubsauger sorgfältig aussaugen, danach nass auswischen und anschließend gut trocknen lassen. Wohnraumecken, kleine Ritzen und auch Bohrlöcher kann man mit einem Föhn erhitzen. Die abgelegten Eier werden durch Hitze abgetötet.