An der Stiefelspitze Italiens lacht die Sonne noch etwas intensiver, hier blühen Kakteen auf den Felsen über romantischen Strandbuchten, und die Dörfer wirken wie zauberhafte Gemälde. Und dennoch ist das wunderschöne Kalabrien noch ein richtiger Geheimtipp. Diese Region im Süden des Landes glänzt mit verträumtem Charme. Die goldenen Strände auf der Halbinsel am Capo Vaticano liegen idyllisch am türkis leuchtendem Mittelmeer.

Über dem Meer

Gerade mal etwa zehn Kilometer entfernt lockt Tropea. Am spektakulärsten ist das Städtchen von der Seeseite. Auf Tuffsteinfelsen thronen herrliche Paläste, Kirchen und Bars. Selbst die schöne Flaniermeile, der Corso Vittorio Emanuele, endet auf einem Balkon hoch oben über dem Meer.
Die größte Stadt ist Reggio die Calabria mit ihren knapp 200000 Einwohnern. Hier an der Straße von Messina pulsiert das Leben mit dem ganzen Temperament Süditaliens. Zum Schlemmen unter prächtigen Leuchtern aus Mirano-Glas lädt das „Ristorante Il Ducale“ ein. Und das beste Eis der Stadt bekommt man wenige Schritte weiter auf der Piazza Indipendenza in der „Gelateria Cesare“. Im Sommer übrigens bis zwei Uhr nachts.

Goldene Strände, malerische Städte, stille Natur

Wer von hier zum Hochplateau der Sila fährt, entdeckt ein ganz anderes Gesicht Kalabriens. Hoch gewachsene Kiefern, tiefblaue Seen und bunte Blumenwiesen prägen die stille Landschaft – ein fantastisches Paradies für Wanderer und Mountainbiker.
Besinnliche Ruhe bestimmt auch die Atmosphäre in der Kathedrale von Gerace an der Ostseite. Der größte Sakralblau Kalabriens wurde im Jahr 1045 geweiht, und die Säulen in der Krypta und in der Kirche stammen noch aus der Antike.
Für Kulturfreunde ist Italiens Süden zwar ein Dorado, doch zum Glück ist es zum nächsten Strand nirgendwo weit. Gut zu wissen bei 30 Grad an sonnigen Sommertagen…