Derzeit gibt es alleine in Deutschland ungefähr 90 Millionen Versicherungsverträge. Durch finanzielle Engpässe sind manche Personen gezwungen die Versicherungen zu kündigen. Vor allem Lebensversicherungen sind gut dazu geeignet um kurzfristig an ein bisschen Geld zu gelangen. Der Nachteil ist jedoch das dann erstens die eingezahlten Beiträge verloren gehen und der Versicherungsschutz auch weg ist. Was ist aber wenn einem etwas passiert? Was ist dann mit der Absicherung der Familie?

Seit einiger Zeit gibt es Versicherungen die bestehende Lebensversicherungen kaufen. Ist das die bessere Alternative gegenüber der Kündigung? Welche Vorteile gibt es?

Wer seine Lebensversicherung verkauft anstatt sie zu kündigen bekommt in der Regel einen höheren Erlös. Die ist natürlich abhängig von der jeweiligen Gesellschaft. Wie bei allen Geschäften sollte man auch in diesem Bereich vorsichtig sein, es gibt auch hier schwarze Schafe.

Meist liegt bei dem Verkauf der Erlös nur ca. 2-3% über dem Rückkaufswert, der Betrag ist allerdings steuerfrei. Wer seine Versicherung verkauft verliert natürlich jeglichen Anspruch auf eine Todesfallleistung, beim Verkauf bleibt dieser Todesfallschutz erhalten. Es gibt allerdings auch ein paar Bedingungen die erfüllt werden müssen damit man die Lebensversicherung verkaufen kann. Der Rückkaufswert der Lebensversicherung muss mindestens 5000 Euro betragen, bei Kapitallebensversicherungen liegt der Betrag sogar bei 15000 Euro. Der Versicherungsvertrag darf nicht älter wie 15 Jahre sein.
Der Verkauf ist eine gute Möglichkeit um kurzfristig an Geld zu kommen. Man sollte sich jedoch gut überlegen ob man den Vertrag nicht über einen bestimmten Zeitraum beitragsfrei stellen lässt und damit erst einmal die monatlichen Beiträge nicht mehr zahlen muss. Wer Geld benötigt sollte sich erst nach einer anderen Alternative umsehen, im Vergleich ist auch der Verkauf der Versicherung nicht wirklich lohnenswert.