Der öffentlich-rechtliche Rundfunk finanziert sich über Rundfunkgebühren, die seit dem Jahre 1975 von der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) eingezogen werden. Die jährlichen Einnahmen belaufen sich auf rund 7,5 Milliarden Euro und haben sich seit Gründung der GEZ vor 34 Jahren nahezu versiebenfacht. Bei der Rundfunkgebühr handelt es sich um eine staatlich verordnete Zwangsgebühr, die jeder Bürger zahlen muss der einen Fernseher, Radiogerät oder Notebook besitzt. Es zahlt jedoch nicht jeder, der eines der genannten Geräte besitzt die besagte Gebühr. Im Auftrag der öffentlich-rechtlichen Sender arbeiten Rundfunkbeauftragte, die so genannte “Schwarzseher” aufspüren und bei der GEZ anmelden. Die Rundfunkbeauftragten sind freiberuflich tätig, sind nicht bei der GEZ angestellt und erhalten Provisionen für jeden angemeldeten Gebührenzahler.

Was darf die GEZ und ihre Gebühreneintreiber eigemtlich? Wenn ein Rundfunkbeauftragter an der Haustür klingelt, so darf er dies aber er hat nicht das Recht die Wohnung zu betreten. Die Drohung bei Nichtanmeldung eine Geldstrafe von 1.000 Euro zahlen zu müssen steht zwar auf jedem Schreiben der GEZ und die Gebühreneintreiber verweisen darauf. Jedoch musste noch niemand diese horrende Strafe zahlen! Die Geschichte dass die GEZ mit Funkpeilwagen durch die Gegend fährt um Schwarzseher zu finden ist falsch da sie keine Behörde ist.

Es ist schon öfter zu Zwangsanmeldungen vorgekommen und dagegen kann sich der Betroffene wehren indem der schriftlich Widerspruch einlegt. Seit rund zwei Jahren muss man auch für seinen PC oder Notebook die Rundfunkgebühr zahlen. Wer schon privat GEZ-Gebühren zahlt, etwa weil sein Büro in der Wohnung ist muss nicht die PC-Gebühr zahlen. Es gibt rabiate Typen unter den Gebühreneintreibern, die lügen und sich mit Gewalt eine Zugang zur Wohnung verschaffen wollen. Manche geben sich sogar als Interviewer, Aboverkäufer oder Studenten aus. Die Rundfunkanstalten haben darauf aber mittlerweile reagiert und mahnen rabiate Rundfunkbeauftragte ab.

In der Politik gibt es Überlegungen die GEZ abzuschaffen und die Rundfunkgebühr durch eine pauschale Abgabe zu ersetzen. Weil aber in den Entscheidungsgremien des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auch Politiker sitzen ist eine Reform des überholten und europaweit einmaligen GEZ-Systems eine schwierige Aufgabe. Jeder Bürger hat das Recht sich nicht alles von der GEZ gefallen zu lassen, selbst wenn der Rundfunkbeauftragte an der Tür klopfen sollte.