Micropille: enthält eine Kombination aus Östrogen und Gestagen
Diese hormonelle Verhütungsmethode verhindert – im Gegensatz zur Minipille – den Eisprung. Sie wird 21 Tage eingenommen, dann folgen 7 Tage Einnahmepause- die Micropille wirkt auch dann noch, wenn sie nicht immer zum gleichen Zeitpunkt genommen wird (6 – 12 Stunden Toleranz).
• Geeignet: für Mädchen und Frauen ohne Gegenanzeigen für eine Hormoneinnahme.
• Nachteil: kann in den ersten drei Zyklen zu Zwischenblutungen führen.
• Pearl-Index: 0,03 bis 0,1.

Minipille: geringer Hormonanteil, enthält nur Gestagen
Wegen des geringen Hormonanteils musste die tägliche Einnahme bislang immer zur gleichen Zeit erfolgen (geringe Toleranzzeit). Dies ist bei den allerneuesten Produkten aber nicht mehr notwendig. Das Präparat wird ohne Pillenpause genommen.
• Geeignet: für Frauen, die die Micropille nicht vertragen.
• Nachteil: wirkt bei der Ersteinnahme erst nach 14 Tagen. Ein Einnahmefehler bedingt eine 14-tägige Phase ohne Schutz.
• Pearl-Index: 0,4 bis 4.

Dreimonatsspritze: Einnahmefehler sind ausgeschlossen
Diese Methode wirkt wie ein Depot. Dabei wird in Abständen von drei Monaten das Hormon Gestagen hoch dosiert gespritzt.
• Geeignet: für Frauen, die Gestagen vertragen, oder für die, die dazu neigen, die Pille zu vergessen.
• Vorteil: muss nur alle drei Monate injiziert werden.
• Nachteil: Wer die große Menge Gestagen nicht verträgt, kann nicht einfach wieder „absetzen“.
• Pearl-Index: 0,4 bis 2.

Implanon: wird an der Innenseite des Oberarms unter die Haut geschoben
Das dünne Kunststoffstäbchen enthält Gestagen, das den Eisprung verhindert. Es wird in kleinsten Mengen gleichmäßig freigesetzt. Wirkt auch chemisch durch Veränderung des Gebärmutterhalsschleims, wodurch das Aufsteigen der Spermien in die Gebärmutter erschwert wird.
• Geeignet: Bei Kinderwunsch ist eine vorzeitige Entnahme möglich.
• Vorteil: schützt drei Jahre.
• Nachteil: können Blutungsstörungen hervorrufen.
• Pearl-Inex: 0,4 bis 4.

Hormonspirale: verhindert das Einnisten einer Eizelle
Die Hormonspirale wird n die Gebärmutter eingesetzt, gibt dort Gestagen ab. Sorgt dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut nur wenig wächst und sich die Eizelle nicht einnisten kann. Wirkt bis zu fünf Jahre.
• Geeignet: für alle, die auch die Pille vertragen.
• Vorteil: gut auch gegen starke Monatsblutung.
• Nachteil: Die Hormonspirale ist ein Fremdkörper aus Kunststoff.
• Pearl-Index: 0,4 bis 4.

Hormonring: verbleibt drei Wochen in der Scheide
Dieser Ring aus Plastik (Durchmesser 5,4 cm) wird von der Frau selbst in der Scheide platziert. Er enthält eine Hormonkombination, die gleichmäßig abgegeben wird. Bleibt 3 Wochen in der Scheide, wird dann für 7 Tage entfernt.
• Geeignet: für alle Frauen.
• Vorteil: immer entfernbar.
• Nachteil: muss immer zur selben Zeit wieder eingesetzt werden.
• Pearl-Index: etwa 0,65.

Fertilitätsmonitor: Farben warnen vor fruchtbaren Tagen
Ein spezieller Teststreifen wird in den Strahl des Morgenurins gehalten und danach von einem Mini-Computer auf einen Anstieg von Östrogen getestet.
• Geeignet: für alle, die hormonelle Verhütung nicht vertragen.
• Vorteil: Der Monitor warnt (mit Farben) vor fruchtbaren Tagen.
• Nachteil: keine hohe Sicherheit. Fünf Tage vor dem Eisprung muss konventionell verhütet werden.
• Pearl-Index: bis 8.

Lea Contrazeptivum: Die Portiokappe wird auf den Gebärmutterhals gestülpt
Patentiertes System mit Kappe (5,5 cm Durchmesser), die von der Frau vor jedem Verkehr am Muttermund platziert wird. Dabei tritt Luft durch ein Ventil aus, der Unterdruck hält das Contrazepivum sich in Position.
• Geeignet: für Frauen, die weder Pille noch Spirale vertragen.
• Vorteil: leichte Handhabung, keine Hormone.
• Nachteil: erst 8 Stunden nach dem Verkehr zu entfernen
• Pearl-Index: 2,2 bis 2,9.