Hell oder dunkel, rund oder eckig, klein oder groß – die Auswahl an als 300 Sorten gibt es allein in Deutschland. Das ist mehr als in jedem anderen Land.
Die beliebtesten Sorten sind Mischbrote aus Weizen- und Roggenmehl. Vollkorn- und Mehrkornbrote folgen auf Platz zwei und drei. Helle Weißbrote wie Toast belegen den vierten Platz.

Verleiht neue Kraft
Wer regelmäßig Brot isst, hat immer einen gut gefüllten Energiespeicher. Denn Brot steckt voller Kohlenhydrate, die vom Körper zu Glukose umgewandelt werden. Und dieser Stoff ist die wichtigste Energiequelle unserer Körpers. Er sorgt dafür, dass wie uns fit und munter fühlen, dass wir Kraft und Ausdauer haben. Und er verbessert unsere Denk- und Konzentrationsfähigkeit.

Macht lange satt
Vor allem Vollkornbrot ist ein super Sattmacher, da es eine große Portion an Ballaststoffen enthält. Die quellen in Magen und Darm auf und sorgen dadurch für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl. Auch Heißhungerattacken haben so keine Chance.

Hält den Darm gesund
Ballaststoffe im Brot (stecken auch in Obst und Gemüse, aber nicht so konzentriert) halten unsere Magen-Darm-Trakt auf Trab. Sie sorgen für eine regelmäßige Verdauung, entsorgen dabei die Schadstoffe aus dem Darm.

Pflegt Haut und Haar
Brot macht schön. Denn es liefert dem Körper wertvolle B-Vitamine – unter anderem Biotin, Niacin und Panthotensäure. Diese Beauty-Talente schenken uns ein strahlendes Aussehen: Sie sorgen z. B. für gesunde Haut, beugen Trockenzeit und Juckreiz vor. Sie stärken die Nägel und bringen Glanz ins Haar.

Tipps für Einkauf und Aufbewahrung
Brot vom Bäcker oder lieber Abgepacktes?
Brot vom Bäcker ist meistens gesünder als abgepacktes. Denn abgepacktes Brot wird in der Regel stark erhitzt (pasteurisiert), damit es länger haltbar bleibt. Dabei gehen viele Vitamine verloren. Ob ein Brot frisch ist, merken sie daran, dass es leicht glänzt und sich weich enfühlt.

Wie gut sind eigentlich aufbackbare Brötchen?
Prinzipiell sind die genauso gut wie die Brötchen vom Bäcker. Allerdings bleiben sie nach dem Aufbacken nur etwa eine Stunde lang lecker, dann werden sie hart und trocken. Deshalb: Aufbackbare Brötchen nur dann machen, wenn sie schnell gegessen werden sollen. Für ein Brunch hingegen lieber frische Brötchen kaufen.

Welche Verpackung ist die beste?
Brot sollte am besten in reinen Papiertüten oder Papiertüten mit Zellophanfenster eingepackt sein. Plastiktüten sind weniger gut. Darin bildet sich leicht Schwitzwasser, was dann zu Schimmel und Hefepilzen führen kann.

Wie soll ich Brot aufbewahren?
Die beste Lagerungsmöglichkeit für Brot ist der Brotkasten – egal, ob aus Holz, Porzellan oder Metall. Den Laib immer mit der Anschnitt-Fläche nach unten hineinlegen. Brotkasten immer gut sauber halten. Krümel entfernen, alle zwei Wochen etwas Essigwasser auszuwischen. Das beugt Schimmel vor.

Das kriegen Sie gebacken?
Egal, ob im Brotbackautomaten oder ganz klassisch im Backofen – Brotbacken ist gar nicht schwer. Und es macht Spaß. Denn Sie können Ihr ganz persönliches Lieblingsbrot entwerfen.

Kerniges Sechskornbrot
Zutaten: 100 g Gerstenkörner, ½ l Buttermilch, 1 EL Salz, 75 g Rübensirup, 1 Päckchen (7 g) Trockenhefe, 250 g dunkles Weizenmehl (Type 1050), 250 g Sechskorn-Mischung, (geschrotet), 100 g Sonnenblumenkerne, Fett und Mehl für die Form.
Zubereitung: Gerste über Nacht einweichen. Buttermilch, Salz und Sirup lauwarm erhitzen, Hefe erst mit etwas, dann mit der gesamten Milchmischung verrühren. Gerste abtropfen lassen. Mehl, Sechskorn-Mischung, Gerste und Sonnenblumenkerne mischen. Zum Buttermilch-Hefe-Gemisch geben und mit den Knethaken des Handrührgerätes durchkneten. Teig in eine gefettet, mit Mehl ausgestreute Kastenform (ca. 25 cm lang, 1 ½ Liter Inhalt) geben. Im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 175 °C/ Gas: Stufe 2) etwa 2 Stunden backen. Auskühlen lassen und stürzen.

Lauter tolle Brottypen

Roggenbrot
Kräftig im Geschmack. Es besteht zu mindestens 90 Prozent aus Roggenmehl, der Rest ist Weizen. Je dunkler die Krume, desto mehr Nährstoffe sind im Mehl. Roggenbrot muss mit Sauerteig hergestellt werden, da es sonst nicht gut zu verdauen wäre.

Weizenbrot
Milder Geschmack, daher vor allem als Frühstücksbrot beliebt. Enthält mindestens 90 Prozent Weizenmehl, die übrigen Zutaten sind Roggenmehl, Hefe und andere Backzusätze. Es gibt viele Variationen – von Weizen-Toast und Weißbrot bis hin zu Weizenschrot- und Weizenvollkorn.

Roggenmischbrot
Mild bis aromatisch im Geschmack. Besteht zu 50 bis 89 Prozent aus Roggenmehl, der Rest ist Weizenmehl. Roggenmischbrot werden entweder mit Sauerteig und Hefe oder nut mit Sauerteig hergestellt. Auch das so genannte Graubrot gehört zu dieser Brotsorte.

Weizenmischbrot
Die beliebteste Brotsorte in ganz Deutschland. Schmeckt milder als Roggenmischbrot, aber kräftiger als Weizenbrot. Der Anteil von Weizenmehl liegt bei dieser Sorte bei 50 bis 89 Prozent.

Spezialbrot
Das Besondere an diesen Broten: Sie werden mit speziellen Backverfahren hergestellt (z. B. Pumpernickel). Oder sie enthalten zusätzliche Zutaten wie Milch, Quark, Gewürze, Zwiebeln, Nüsse, Mehrkorn-, Sonnenblumenkern- und Zwiebelbrot.