Burgund – schon der Name verführt zum Schwärmen. Eingebettet im malerischen Herzen Frankreichs liegt diese Kulturlandschaft für Genießer. Im Sommer oder im Herbst, wenn das Laub in allen Farben leuchtet und überall der Wein gelesen wird, ist es hier besonders stimmungsvoll. Dijon, die Hauptstadt des Burgund, war schon im Mittelalter eine Metropole. Und noch immer gleicht ein Bummel durch den alten Stadtkern mit seinen urigen Fachwerkgiebeln und blumenverzierten Höfen wie eine zauberhafte Zeitreise.

Edle Tropfen

Im 14. Jahrhundert machten die Herzöge das Städtchen Beaune zu ihrem Stammsitz. Heute gilt der Ort als Mekka der Freunde des Burgunderweins. Aber auch sonst bietet die Region so manches Traumziel für Weinliebhaber und Gourmets. Vom herrschaftlichen Schloss Gevrey-Chambertin, wo ein edler Tropfen angebaut wird, bis nach Saulieu. Hier kocht Bernard Loiseau im Restaurant „Cote d`Or“ . Und zwar so gut, dass ihm dafür drei Sterne verliehen wurden. Aber auch bei schmalem Geldbeutel ist das Burgund ein Schlaraffenland. Das köstliche Gericht „Hahn in Chambertinwein“ ist nur eine von zahlreichen typischen Spezialitäten.

Schwimmende Hotels

Beim Städtchen Flavigny denken inzwischen viele an Schokolade: In den romantischen Gassen wurde ein Teil der Liebeskomödie „Chocolat“ mit Juliette Binoche und Johnny Depp gedreht.
Ab Macon – im Südosten des Burgund – mit seinen stolzen Patrizierhäusern verbreitert sich der Fluss Saone. Von hier aus könnte die Fahrt in einem schwimmenden Hotel fortgesetzt werden. Denn fast 1200 Kilometer befahrbare Wasserstraßen gibt es auf Seine, Loire und Saone. Wer mag, mietet ein Hausboot und macht sich als Freizeitkapitän auf die Reise. Bei durchschnittlich 16 Grad im Oktober lassen sich Herbstsonne und „Savoir vivre“ auch noch prima an Deck genießen.