Wo man zugreifen sollte bzw. wo sich Bio- Gemüse wirklich lohnt.

Möhren
Gut: Wer im Handel Möhren aus Spanien entdeckt, sollte laut Warentest zugreifen – das Gemüse der Ibero- Halbinsel muss sich mit seiner Qualität nicht einmal hinter Bio-Ware verstecken.
Der einzige Hasenfuß dabei: Bei Möhren aus Plastikbeuteln besteht die Gefahr der Fäulnis.
Geht so: Nicht wirklich der Hit sind Möhren aus Deutschland und den Niederlanden. Der Grund: die Schadstoffbelastung.
Vorsicht: Heftig belastet ist das Wurzelgemüse aus Frankreich, Italien, Belgien. Zum Teil wurden hier Spuren von Pentachloranisol gefunden, hierzulande verboten, weil im Verdacht, Krebs zu erregen.
Übrigens: Fetthaltige Lebensmittel begünstigen die Aufnahme des Stoffes in den Körper.

Äpfel
Gut: Ja zu Bio-Äpfeln und Früchten aus Argentinien.
Die dickste Portion Vitamin C liefert die Sorte Braeburn (19 bis 25 mg/100g Fruchtfleisch) – und das sogar nach sieben Monaten Lagerung.
Geht so: Nicht in allen Testfällen paradiesisch fielen Äpfel aus Frankreich, Italien, Neuseeland und Deutschland aus: In Einzelfällen schrammten sie hart an der Pestizidhöchstgrenze entlang.
Tipp: Äpfel aus diesen Ländern sollten Vitamin-C-Fans um die Sorte Elstar einen Bogen machen – dieser Apfel ist bezüglich dieses Vitamins eher eine Niete.
Vorsicht: Auch wenn Sie Äpfel aus Brasilien noch so anlachen – Greenpeace-Tester fanden in gut jeder zehnten Probe Rückstände von gefährlichen Pflanzenmitteln sowie Konservierungsstoffe.

Salat
Gut: Tja, es muss mal gesagt werden: Bio über alles. Sämtliche Bio-Salate waren im Test frei von Pestiziden.
Sieger mit Abstand: Feldsalat. Er enthält dreimal so viel Vitamin A wie Rucola.
Geht so: Liebhaber der schmackhaften Klassiker Eichblatt- und Eisbergsalat können im Supermarkt mit einigermaßen gutem Gewissen Ware aus Deutschland und den Niederlanden in den Korb legen.
Aber: Für den komplett gesunden Salatgenuss lieber den Strunk entfernen – der ist heftig nitrathaltig.
Vorsicht: Nitrat ist das Unwort für Genießer. Schon in einer Portion Kopfsalat oder Rucola steckt bis zu viermal mehr Nitrat, als gut für unseren Organismus.

Gurken
Gut: Mit dem Griff zur Bio-Ware sind Gurkenfreunde auf der sicheren Seite.
Ohne messbare Rückstände bestanden Demeter-Gurken, Füllhorn-Öko-Gurken, die „Natürlich von Bullmann“-Gurke sowie Bonny-Gurken aus Spanien den „Öko“-Test.
Geht so: Konventionelle Salatgurken sind fast immer belastet, Ware aus Deutschland und den Niederlanden dabei noch am wenigsen.
Da sich Pestizidrückstände vor allem in der Schale sammeln, ist das Schälen eine annehmbare Alternative.
Vorsicht: Wer nicht die oben erwähnte Bonny- Gurke aus Spanien bei seinem Händler findet, sollte um andere spanische Salatgurken einen Bogen machen – denn gratis zur Gurke aus diesem Land gibt es in der Regel einen reichen Pestizidcocktail.