Fernsehen finden Kinder oft viel bequemer als Lesen. Aber wer früher lernt, dass Bücher auch Freude machen und spannende sind, hat einen Riesenvorteil im Leben. Denn Lesen fördert das Denken, das Sprechen, das Schreiben, die Kreativität, die Fantasie und sogar das soziale Verhalten. Vor allem lernen so genannte Leseratten später leichter, schneller und besser.
Lesen lernt man in der Schule. Das ist früh genug. Aber Spaß an Büchern bekommt man zu Hause.

Unter 3 Jahren
Regelmäßiges Vorlesen, zum Beispiel die beliebte Gute- Nacht- Geschichte, ist der beste Anfang. So macht schon das Kleinkind die Erfahrung, dass Bücher etwas ganz Tolles sind, besonders auch weil sich Mama oder Papa so viel Zeit dafür nehmen. Für kleine Krabbler gehören die stabilen Bilderbücher mit einfachen Darstellungen und nicht mehr als 15 Seiten Umfang unbedingt in die Spielekiste. Durch häufiges Wiederholen lernen die kleinen Racker besser, Wörter zu verstehen und zu sprechen.

3 – 5 Jahre
Behalten Sie die Vorleserituale bei. Ideal sind Bücher mit wenig Text und einer Alltagssituation: „Im Kaufhaus“ oder „Im Kindergarten“. Diese Situationen kennen Kinder und lieben sie. Kinder sind gern kreativ: Malen oder basteln Sie gemeinsam in der Familie etwas zu einer Geschichte. Beides fördert den Lesespaß.

Ab der 1. Klasse
Richten Sie eine kuschelige Lese- Wohlfühl- Ecke ein. Jetzt ist Ihr Kind dran: Lassen Sie sich geduldig eine Geschichte vorlesen. Nehmen Sie sich Zeit und sprechen Sie darüber. Wählen Sie Geschichten mit vielen Bildern und größerer Schrift. Der Umfang sollte nicht mehr als 35 Seiten betragen.

So bleibt das Lesen auch bei älteren Kindern interessant- Bitten Sie die älteren Geschwister den jüngeren vorzulesen
- Besuchen Sie gemeinsam Buchläden oder öffentliche Büchereien und lassen Sie die Kinder aussuchen – auch Comics sind o.k.
- Verschenken Sie Büchergutscheine.
- Wählen Sie Bücher zu ihren Lieblings- TV- Sendungen. Lesen soll ja Spaß machen.