Kaffeestunde mit bestem Blick auf das schönste Riesenrad der Welt. Im Hintergrund spielt dazu „Im Prater blüh´n wieder die Bäume“. Das hat Robert Stolz 1929 komponiert. In nahezu jeder anderen Stadt wäre solch ein Titel so gut wie vergessen – nicht so in Wien.
Österreichs Metropole lebt die Tradition, das romantische Flair und den typischen „Schmäh“. Im Juni ist Wien wichtigster Austragungsort der Fußball-Europameisterschaft. Hier findet auch das Endspiel statt.
Doch allerspätestens im Juli lädt die Stadt ihre Gäste wieder zum City-Trip im Dreivierteltakt ein. Wer mag, entdeckt all ihre Schönheiten stilvoll in einem Fiaker.
Oder deutlich günstiger mit der Straßenbahn, die gemächlich über die Ringstraße zuckelt. Vorbei am Museum für angewandte Kunst, der ehrwürdigen Staatsoper und der Hofburg.
Einst war die Hofburg das edle Zuhause von Kaiserin Sisi. Heute gibt ein Museum Einblicke in das einstige Leben. Von stolzen Sommerkleidern bis hin zum Hofsalonwagen finden die unzähligen Sisi-Fans hier alles.
Wien ist die Stadt des Walzers und des Weines. Das gehört auch in den Biergärten beim Heurigen zusammen. Wie gute Pianomusik und ein Kaffeehaus. Für wahre Genießer gibt es in Wien viele Plätze. Wie wäre es zum Beispiel mal mit einer Melange – einem Kaffee mit viel Milchschaum – im Literatencafé „Central“?

Hohe Reisekunst
Unvergesslich ist das Lippizaner-Ballett in der Spanischen Hofreitschule. Kenner kommen bereits am Vormittag zur so genannten Morgenarbeit – dann sind auch die Karten günstiger.
Im Sommer locken Schiffsrundfahrten auf der „MS Vindobona“ oder ein sonniger Nachmittag im Donau-Strandbad „Gänsehäufel“.
Was Süßes gibt es seit K&K-Zeiten in der Hofzuckerbäckerei Demel. Zum Vernaschen könnte man sich mit ein paar Leckereien ins Riesenrad des Praters setzten. Und dort heißt es dann, Wien mit allen Sinnen zu genießen…