Wer einen Korkfußboden in seinem Haus oder in der Wohnung verlegen will muss darauf achten dass die Korkplatten vor der Verlegung erst einmal ein paar Tagen in den Räumen zur Klimatisierung gelagert werden. Auf keinen Fall sofort verlegen! Die Verpackungen müssen auf jeden Fall aufgerissen werden damit die Luft zirkulieren kann. Kork ist ein Naturmaterial und dadurch weisen die Platten unterschiedliche Farben und Muster auf. Wer das ein bisschen ausgleichen möchte sollte die einzelnen Korkplatten vor dem Verlegen aus den unterschiedlichen Verpackungseinheiten sortieren.

Beim Verlegen muss der Boden, bzw. der jeweilige Untergrund vor allem sauber und eben sein. Das heißt auf keinen Fall sollten Rückstände wie Fett auf dem Boden kleben, und falls er uneben ist sollte der Boden ausgeglichen werden. Beim Verlegen der Platten darauf achten dass sie Stoss an Stoss gelegt werden und auf dem Boden festgeklebt werden. Zum Verkleben nur den dafür geeigneten Korkkleber verwenden, dieser sollte unbedingt ohne Lösungsmittel sein und speziell zum Verlegen von Korkfußboden geeignet sein. Korkkleber für Wände oder Decken ist nicht stabil genug und es kann passieren dass sich die Bodenplatten sonst bald wieder lösen. Die einzelnen Platten müssen unbedingt versetzt verlegt werden, auf keinen Fall mit Kreuzfugen, da die Ecken der Platten sich sonst wieder vom Fußboden ablösen. Der Heimwerker sollte sich darauf einrichten dass der Raum indem die Korkplatten verlegt worden sind mindestens 36 Stunden nicht betreten werden darf. Wer Unebenheiten nach dem Verlegen bemerkt sollte diese mit Schleifpapier oder einem Schwingschleifer – am besten 180er Sandpapier – abschleifen. Der Schleifstaub der dabei entsteht muss unbedingt abgesaugt werden.

Zum Abschluss der Arbeiten müssen unbehandelte Korkbeläge mit einem Hartwachsöl behandelt werden welches die einzelnen Platten imprägniert. Die Imprägnierung muss sein, damit kein Schmutz eindringt und er den mechanischen Belastungen gewachsen ist. Der erste Anstrich sollte mit einem Ziehspachtel aufgetragen, und gleichmäßig dünn auf der gesamten Fläche verteilt werden. Wer sehr große Flächen zu imprägnieren hat kann auch auf eine Poliermaschine zurückgreifen, die man mittlerweile in jedem Baumarkt für einen oder mehrere Tage mieten kann. Der Vorteil der Poliermaschinen ist dass sie die Imprägnierung gleichmäßiger und wesentlich schneller auftragen. Jetzt muss der Boden erstmal mindestens 24 Stunden trocknen, dann folgt die zweite Imprägnierung. Beim Imprägnieren unbedingt darauf achten dass die Räume sehr gut belüftet sind. Der zweite Anstrich der jetzt folgt wird mit einer Schaumstoffrolle aufgetragen. Das Öl ist beim ersten Anstrich in den Boden eingezogen, beim zweiten bleibt es jetzt auf dem Boden stehen. Daher ist es wichtig den zweiten Anstrich sehr dünn vorzunehmen, und überbleibendes Öl muss sofort mit einem nicht fusselnden Tuch abgewischt werden. Ist der zweite Auftrag fertig muss der Boden erstmal wieder 24 Stunden trocknen bevor er begehbar ist. Wer den Korkfußboden lieber mit einer glänzenden Oberfläche haben möchte kann jetzt noch mit einem Bohnerbesen über den Fußboden gehen. In den nächsten 2 bis 3 Wochen härtet das Öl dann vollkommen aus.

Eine andere Behandlungsmethode ist das Ölen und Wachsen, und ist für unbehandelte Korkfußböden geeignet. Das Öl zieht in die Poren des Korkfußbodens ein und die anschließende Wachsbehandlung hält sogar noch mehr mechanische Belastungen aus. Das Holzöl oder die Leinölfirnis muss in ein bis 3 Arbeitsgängen aufgetragen werden. Am besten mit einer dickflorigen Lammfellrolle oder mit einer Streichbürste. Die Arbeitsgänge müssen hintereinander erfolgen und sie müssen nass in nass satt aufgetragen werden. Das überstehende Öl wird dann mit einem Flächenstreicher abgezogen. Bei der Behandlungsmethode auf eine sehr gute Belüftung der Räume achten. Die Trocknungszeit beträgt mindestens 24 Stunden bevor das Wachs aufgetragen werden kann. Für die Wachsschicht kann sowohl Kalt- als auch Heißwachs verwendet werden. Kaltwachs hat den Vorteil dass es mit der Hand aufgetragen werden kann, die Schicht muss dabei aber sehr dünn sein. Heißwachs sollte mit einer Maschine aufgetragen werden, diese kann man sich meist da ausleihen wo man das Wachs gekauft hat. Wer Heißwachs verwendet sollte darauf achten dass es keine Zitrusterpene enthält. Einige Menschen reagieren bei dem Kontakt allergisch, und auch der Geruch ist nicht jedermanns Sache. Man sollte Bedenken dass sich der Geruch dauerhaft hält. Wer Kaltwachs verwendet muss eine Trocknungszeit von 8-48 Stunden einhalten und danach muss der Boden noch poliert werden. Bohnerbesen eignen sich sehr gut dafür, wer es aber besonders perfekt haben möchte kann das Wachs auch mittels einer Poliermaschine auftragen.